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über mich/uns

mein Lebenslauf


2021
nach 4 Jahren K(r)ampf mit den schwedischen Behörden

besteht nun die Chance, dass Xiao Aufenthaltskarte bekommt
und wir endlich zu meinen Kindern und Eltern reisen können
Unser unglaublicher Weg (PDF, 1,5 MB)

2018
mein erstes (PDF-)Buch(lein)

das ich schreiben darf um an meinem ver-rückten L(i)eben zeigen zu können wie WUNDERnvoll uns Herz/Leben führt wenn wir ihm total vertrauen
Unser Herz leitet uns Wunder-voll.pdf

2017
Nach gut 3 Monaten Albtraum fliegt/flieht Xiao mit mir

nach Mellanström
Mittsommer-Traum
Mittwinter-Traum

2016 – 2017
9 Monate auf ungeplanter Radtour

(Nordschweden-Finnland-Estland-Russland-Sibirien-Mongolei-China)
wo ich meine Seeleschwester und spätere Frau Xiao kennenlerne
und mit ihr einen nicht enden wollenden Albtraum erlebe
Wundernvolle Radtour

2015
5 Monate auf ungeplanter Tramptour

(Deutschland-Österreich-Rumänien-Bulgarien-Griechenland-Türkei-Georgien-Armenien)
Wundernvolle Tramptour

2013 – 2016
zuerst 9 Monate in einem 6qm Bauwagen

in der Wagenburg in Tübingen – nur 5 Gehminuten zu den Kids
dann im eigenen 10 qm Bauwagen
auf einer Wiese bei Betzingen und auf dem Schäferhof in Eningen
Meine wilden Bauwagen-Jahre

2012
Meine Frau Silvia verlässt mich mit den Kindern

und zieht nach Tübingen
Wundern über das tiefe VerbundenSein mit allem

2009 – heute
Heilungs- und Veränderungshelfer
Bisher in Skandinavien, Deutschland, Süd- und Osteuropa und Asien.
Eine enorm freudige, Berufung/Gnade – einkommens-, planungs- und angstfrei, da ich mich komplett vom Leben(„GOTT/HöheresSelbst…“) führen lasse.
Welche (Heil)Kraft tiefes Mitgefühl hat

2007 – heute
Aufwachen und Reise nach innen
Verständnis von Angst und Not auf unserer lieben Mama-Erde
Welt-Bewusstsein
sowie unseres (höheren) Selbst
Herz-Bewusstsein

2005
Geburt der Tochter Monia

in Herrenberg

2003
Geburt des Sohnes Björne

in Herrenberg

2000 – 2003
Pendle zwischen Mellanström und Gärtringen
wegen meiner Freundin und späteren Frau Silvia

1994 – heute
Eigentümer/Geschäftsführer/Wildnisführer von NAPUTO
Individual-Reiseveranstalter, Wildnis-und Kulturführer, Naturfotograf und Übersetzer am Polarkreis in Schwedisch-Lappland
NAtur-PUr-TOur.com

1991
Zufall und Kauf eines Hauses

im Inseldorf Mellanström am Polarkreis in Schwedisch-Lappland
Die LappeSchlappe „Hütte“

1989 – 1999
Seitenwagen-MotoCross

1988
Motorradtour zum Nordkap

Mit anschließender lebensgefährlichem Allergie-Erlebnis
Nordkap Motorradtour

1987 – 1994
Schlosser, Konstrukteur, Metall- und Skulpturenbauer
bei Metallbau Stetzler in Aidlingen

1987
Motorrad-Mittelmeerrundreise

Mit schmerzvollem, Thriller-würdigem Ende in Griechenland
Wenn es nicht nach dem Willen geht…

1985 – 1987
Maschinenschlosser
bei Daimler Benz AG in Sindelfingen
Wartung/Instandhaltung/Verbesserung/Konstruktion von Transportanlagen und Robotern

1984 – 1985
Wehrdienst als Überwasserwaffentechniker
bei Marinestützpunkt Kiel-Wik
Matrose und Gefreiter auf MZL „Rochen“

1984
Wehrdienst-Ausbildung zum Überwasserwaffentechniker
bei Marine Waffenschule Kappeln-Ellenberg ·KappelnMit Deine Freunde geteilt

1982-1983
500er-Motocross-Meisterschaft

1981 – 1984
Berufsausbildung zum Maschinenschlosser
bei Daimler Benz AG in Sindelfingen

1975 – 1981
Realschüler
am Goldberg in Sindelfingen

1974 – 1975
Gynasiast im Otto-Hahn-Gymnasium in Böblingen
und Hauptschüler in der Sonnenbergschule in Aidlingen

1970 – 1974
Grundschüler in der Buchhaldenschule in Aidlingen

1968 – 1970
Kindergärtler

im Hinterhaag-Kindergarten in Aidlingen

1968 – 1994
wohne bei den Eltern

in Aidlingen, Tuchbergstr. 5

1964 – 1968
wohne mit den Eltern bei meiner Ahne

in Aidlingen, Böblingerstr. 43

25.5.1964
geboren in Sindelfingen

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Impressum

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Angaben gemäß § 5 TMG
Frank Maria Stiefel

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SE-93892 Mellanström
Telefon: (plus)46723640288

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Instagram: frank_maria_stiefel

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Erfahrungen

Ahnes unglaubliche Flucht…

…mit ihren vier kleinen Buben durch den Krieg – ca. 1500 km von Schlesien bis in die alte Heimat

Der folgende Text und die Bilder sind aus diesem Buch (ab Seite 32), das ich 2022 aus dem Aufschrieb meiner Ahne erstellte und für meine Familie sowie Verwandtschaft drucken lies.

Durch den Aufschrieb meiner Ahne Maria (1911-1992) wurde mir bewusst, wie wichtig Herz, Intuition und Vertrauen auch in ihrem turbulenten Leben war.
Sie war 1936 mit ihrem Mann wegen der Landwirtschaft von Aidlingen nach Schlesien ausgewandert und musste 1945 mit ihren 4 kleinen Buben den geliebten Mann und Hof verlassen.
Hier über ihre lebensfeindliche, 9-monatige Flucht – ca. 1500 km zuerst im Pferdewagen, dann zu Fuß mit Handwagen und zuletzt Koffer und Rucksack sowie den Kleinsten tragend.

>>Am Sonntagabend den 14. Januar 1945 kam der Ortsgruppenleiter und sagte:
„Stiefel, nun hat Deine Stunde auch geschlagen.“
„Ich bin bereit!“ So hatte er sich Montag früh um 8 Uhr auf dem Wehrbezirks- kommando in Namslau zu melden.
Wir hatten die Aufforderung erhalten übrige Bettstücke und Federn abzugeben. Ich brachte meine Federsäcke zur Nachbarin Seitz, die Ortsbäuerin war.
Als ich zurückkam stand mein Christi in der Wohnküche.
„Ja Vater wo kommst denn Du her“ fragte ich.
„Mich wollen sie nicht.“ „Auch recht“, meinte ich.
Er sagte dann, dass er vorläufig daheim sein könne und an der Grenze Beobach- tungen machen müsse und zwei Mal täglich, früh und abends, auf dem Befehlsstand Meldung machen müsse.

Operationen der Roten Armee („Weichsel-Oder“ 12.1.-3.2.1945)

Da der Russe am 12.1.45 mit 90 Divisionen aufge- brochen war, war mit al- lem zu rechnen.
So tat er bis Donnerstag wie ihm befohlen wurde.
Ich hatte große Wäsche. Vater sagte, ich müsse pa- cken, denn wir müssten das Gebiet räumen.
Er wurde aber vereidigt, dass er keinem Menschen davon sagte.

„Dann packe ich auch nicht, stell Dir vor, wenn alle andern unvorbereitet gehen müssten.“ Darauf ging er in alle Häuser und sagte ihnen was er wusste.
Ich hing die Wäsche draußen auf, in der Hoffnung, dass sie trocknete.
Es ging ein arger Wind, dann kam nachts ein Schneesturm wie wir nie zuvor einen erlebt hatten. Ein großer Teil der Bettwäsche war zerrissen, am Kachelofen wurde vollends getrocknet.
Ich hatte die halbe Nacht gepackt. Unser Vater und Stanislaus machten Obst- kisten dicht. So konnten wir Wäsche und Lebensmittel verpacken.
Über den Kastenwagen machten sie eine Stange und hängten die Rapsplane darüber, auch verlängerten sie das Wagenbrett. Von 4 Familien sollten Menschen und Habe auf dem Wagen Platz nehmen.
Seitz‘ ihr Fuhrwerk sollte samt den Fohlen nach Namslau und Städter weg- bringen. Die Bahn war nur für die Wehrmacht reserviert.
Um ½ 5 Uhr abends holten wir die Pferde aus dem Stall. Das Vieh fing an zu schreien, denn es war ja Futterzeit. Unsere Muttersau machte das Nest zum Ferkeln.
Vater musste bleiben, er hatte den Befehl die Brücke zwischen Haugendorf und Reichtal zu sprengen – er war ja nun Volkssturmmann.
Unter der Türe nahmen wir Abschied. Ich hörte mich sagen, Vater, wir sehen uns nie mehr. Ich hoffte auf eine beruhigende Antwort, denn mein Mann war immer der Optimist, doch schwieg er.
Im Osten brannten die Nachbarsdörfer und war der Himmel rot.
An unserem schönen Kreuzkirchle an der Kreuzstraße nach Haugen- dorf, Buchelsdorf, Belmsdorf und Lorzendorf sah ich noch einmal zurück, aber mir fiel sofort Lots Weib ein.
Von allen Seiten kamen nun die Wagen gefahren. Pferde- und Och- sengespanne, Schlitten und Hand- wagen.
Ich lief hinter unserem Wagen her, denn ich hatte keinen Platz mehr.

Internet-Foto: „Flucht aus Schlesien nach Westen“

Da kam ein Radfahrer und ließ anhalten. Es war mein Mann der für mich Platz machte. Er selbst fuhr nach Namslau um Ausrüstung zu holen.
Eine große Erleichterung war es für mich, dass unser Stanislaus ganz selbst- verständlich mitging. Die Straßen waren voll Schnee.
In Giesdorf verließen wir die Straße und fuhren querfeldein in Richtung Langkau, denn in Nams- lau waren schon die russischen Panzerspitzen.
Es war eine ganz klare Nacht und klirrende Kälte, -21 Grad.

Internet-Foto: “Januar 1945: Flucht bei minus 20 Grad“

So fuhren wir bis zum Abend und kamen dann in Ohlau an.
Wir fanden Quartier bei zwei ledigen Schwestern, bekamen Abendbrot und die Buben durften in die Betten der Beiden.
Nach kurzer Zeit ging ein Geschrei los, „unsere Füße“, sie waren schwarzblau geschwollen, was sie aber erst in der Wärme spürten.
Unser Brot war steinhart gefroren und konnten wir`s über Nacht auftauen. Ich durfte in der Stube auf einer Bank mich hinlegen.
Schlafen konnte ich nicht, denn es waren einige junge Männer anwesend und es war so eine leichtfertige Unterhaltung und mein Herz war so krank in der Sorge um unseren Vater.
Am Sonntagfrüh kamen Mädchen und Frauen an unseren Wagen und brachten uns Kaffee und Kuchen. Hier trafen wir auch Tante Trudl Heck, ihre Mutter, Ulli und Hartmut.
Ich war so froh, nun waren wir 8 Haugendorfer Wagen und gemeinsam fuhren wir weiter.
Auf den Straßen war nun ein kilometerlanger Treck.
Schlimm war es, wenn eine Kreuzstraße kam, da dauerte es stundenlang weil jedes Dorf genaue Anweisung einzuhal-
ten hatte.

Internet-Foto: “Hunderttausende fliehen vor der Roten Armee“

Überhaupt ging es ordentlich zu und war gut organisiert.
Trotzdem sah man viel Elend – wie sich Fußgänger, die kein Gespann hatten, mit ihrer Habe abplagen mussten.
Am schlimmsten war es für Säuglinge und alte, gebrechliche Menschen.

Am Sonntagabend hielten wir an einem Schloss in Sybillental.
Es hatte einen Raureif und der Park war schön wie im Märchen. Wir wurden mit heißer Kartoffelsuppe gespeist. Die Besitzer hatten noch geschlachtet und die Suppe war so fett, dass sich Ernst gleich erbrechen musste.
Wir hatten auch ein 4 Monate altes Kind auf unseren Wagen, so durften die Mütter die Windeln am Ofen trocknen.
Ein Zimmer war mit Matratzen ausgelegt, worauf wir übernachten konnten. Die Schlossbewohner waren auch aufbruchbereit.
Von da ab waren wir meist in leeren Ställen, denn das Vieh war schon überall abtransportiert und meist auch schon die Bewohner auf der Flucht.
Wir kamen nun in die Berge, die Straßen waren überall vereist und wir hatten keine Bremse am Wagen. So musste ich bergab immer eine Stange in das linke Rad stecken und aus Leibeskräften anhalten.
Wer in den Graben kam blieb liegen, denn für jeden gab es nur Vorwärts.
Es kam vor, dass das Rad bis man unten war rauchte und die Buben mussten ihr Wässerle drüber machen.
Nach 8 Tagen kamen wir in Wittgendorf/Kreis Landeshut an, im Schlesischen Gebirge.
Wir wurden einem Bauern Namens Englert zugeteilt, zusammen mit Frau Seitz, ihren beiden Buben, ihrem Polen und Kascha der Polin.
Nach einigen Tagen kamen noch 10 Verwandte aus Breslau.
So war es für die Leute einfach zu viel und wir kamen ins Nachbar-Bauernhaus. Der Mann war bei der Wehrmacht und die Frau nicht begeistert von uns.

Ohlau, den 22.1.45
Meine Lieben!
Will Euch kurz mitteilen, dass wir von Haugendorf weg mussten. Maria fuhr am Freitag den 19.1.45 abends mit den Fuhrwerk und den Kindern ab.
Sie sollen nach Reichenbach kommen. Ich habe Maria gesagt wann es nicht geht soll sie alles zurücklassen und mit dem Zug nach Trauzenbach fahren.
Ich habe einen besonderen Auftrag und habe mich dann einer Kompanie von Brieg angeschlossen, die den Panzergraben besetzt hatten.
Bis jetzt hatte ich Glück gehabt und so denke ich, dass ich auch weiterhin Glück habe. Hoffentlich kommt Maria gut mit den Kindern an.
Eine Adresse habe ich noch nicht, wo ich noch zugeteilt werde weiß ich auch noch nicht.
Ich hoffe, dass es Euch gut geht und dass wir uns wiedersehen. Solltet Ihr von Maria Post bekommen so schreibt viele Grüße von mir und sie braucht keine Angst zu haben.
Nun grüsst Euch recht herzlich Euer Christian

Mutter schreibt dazu: Gestempelt war Christians Umschlag mit 3.2. Bunslau.
Ich denke, dass wir nun bald wieder einen Brief von ihm bekommen, dieser kam am 12.2. an.
Wir haben auch so an den Buben ihre Geburtstage gedacht.

Unsere Lieben! Wittgendorf, den 5.2.45 Schon seit den Weihnachtstagen sind wir ohne Nachricht von Euch‚ auch wissen wir nicht ob von uns ein Brief in Eure Hände gelangte. Hoffentlich seid Ihr Lieben gesund und wohlbehalten ins Neue Jahr gerutscht und habt Ihr Glück gehabt vor den Fliegern, denn kürzlich hörten wir wieder von einem Angriff auf Stuttgart und Berlin. Ihr werdet Euch auch um uns gesorgt haben als der Russe am 18. und 19. Januar die deutsche Grenze durchbrach. Gottlob sind wir unversehrt geblieben. Ich hatte gerade Donnerstags große Wäsche als es hieß, der Kreis Kreuzburg werde geräumt. Zum Glück ging nachts ein scharfer Wind, dass die Wäsche halb trocknete. Früh hing ich dann die Stube voll und brachte so das Meiste das zu packen war noch trocken. Obwohl ich Tagelang ganz spät ins Bett ging, gab es noch unendlich viel zu tun ehe das Nötigste an Essen und Wäsche verpackt war.
Unser Vater wurde am 15. Jan. als Pionier eingezogen und bekam den Auftrag die Brücke zwischen Reichtal und Haugendorf zu sprengen falls der nötige Moment eintrete. Dies gab mir die Gewissheit, dass das Packen nötig sei. Es gab noch ganz ahnungslose Leute die kaum an Gefahr dachten obwohl es hieß, dass der Russe mit 90 Divisionen bei Warschau angetreten sei. Die Partei sorgte für Ruhe und die Leute hatten sie auch, was ich nicht recht begreifen konnte. Unser Vater war dann am Mittwoch und Donnerstag noch bei uns und konnte helfen. Am Freitagmittag musste er Bunk ablösen, der hatte den Befehl bekommen Bescheid zu sagen, wann die Wagen losfahren sollten und fuhr an der Kreuzstraße beim Kirchle auf ein Auto.
Abends um 5 Uhr verließen wir dann unsere geliebte Heimat. Ich hatte zwei so schwere Tage vorher, so dass ich den ganzen Schmerz und Trennung von Allem bereits überwunden hatte, als wir aufsaßen und Luise später sagte ich hätte ihr so ein Halt sein können in dieser Stunde.
Aber mein Herz hat geblutet als wir unseren lieben, guten Vater unausgebildet zurücklassen mussten und die Russen schon in Reichtal und Glausche waren. In Kaulıwitz hatten die Partisanen schon Häuser angezündet und Menschen getötet. Das Vieh blieb an der Kette und wird wohl umgekommen sein, denn Samstags waren die Panzerspitzen schon in Namslau.
Alle Männer außer Christl sind mit ihren Familien geflüchtet, obwohl sie zum Volkssturm verpflichtet waren, aber es fehlten die Gewehre.
Von unserem Vater haben wir noch nichts gehört. Es ist ja auch nicht so leicht weil er keine Adresse von uns hat. Hoffentlich ist er nicht den Russen in die Hände gekommen. Es wäre viel besser, wenn er schon eingegliedert gewesen wäre, wie als einzelner Mann da zu stehen. Doch wollen wir hoffen, dass der Herrgott mit ihm war. Falls ihr Nachricht von ihm kriegt schreibt mir bitte gleich seine Adresse, wir haben es so ausgemacht.
Die erste Nacht fuhren wir ganz durch um Abstand vom Russen zu kriegen. Wir hatten von unserer Rapsplane ein Dächle über den Kastenwagen gemacht, so war es zum Aushalten mit der Kälte. Sieben Tage waren wir unterwegs, jeden Abend irgendwo anders ein Nachtlager. Meist nur im Stroh, aber wir waren guten Muts. Jeden Abend gab es warme Kartoffelsuppe, worauf man die Kinder den ganzen Tag vertröstete.
Viel, viel Jammer hat man auf den Straßen gesehen und Brücken und Kreuz- straßen waren so überfüllt, dass es oft Stunden dauerte bis man durchkam. Doch fürchteten wir Fliegerangriffe, die aber nicht eintrafen und wir so froh waren. Nun haben wir hier in Wittgendorf mit Frau Seitz und ihren Kindern zusammen eine große Stube, 5 x 8 Meter und geht es uns gut. Es stehen 4 Betten drin und ein Kachelofen in dem wir kochen.
Es ist eine schöne aber arme Gegend hier, so wie im Schwarzwald. Das Getreide langt den Bauern kaum selber. Sogar Kartoffeln sind knapp. Gemüse gibt es gar nicht zu kaufen, die Laute leben von Kartoffeln. Vieh haben sie sehr schönes, meist Herdbuchkühe und viel Weide an den Hängen. Die Gegend ist katholisch. Wir Flüchtlinge werden als Last empfunden, aus Angst wir essen sie mit auf.
Aber unser Führer ist ja immer noch zuversichtlich und so wollen auch wir nicht verzagt sein und den Glauben an unser geliebtes Vaterland nicht verlieren.
Unsere Polen möchten um jeden Preis wieder nach Haugendorf zurück, obwohl sie hier fast nichts arbeiten brauchen. Unsere Buben finden sich nicht recht zurecht hier und weinen wegen jeder Kleinigkeit. Die Geburtstage haben wir still erlebt und dankbar, dass wir alles gut überstanden haben.
Schreibt mir bitte Kurts Adresse. Was schreibt der liebe Erwin, im Westen kommt der Feind ja auch wieder näher. Bisher waren Privatbriefe gesperrt.
Liebe gute Mutter, sei nun mit allen Geschwistern herzlich gegrüßt und geküsst von
Deiner Maria mit Kindern.

Nach 8 Tagen kam der Donner des Krieges so in die Nähe, dass wir wieder an- spannen mussten. Von unserer Stube aus konnten wir unendlich lange Sani- tätszüge vorbeifahren sehen, von der Front mit Verwundeten.
Nun fuhren wir viele Tage durch die Tschechei in den Sudetengau.
Der Hunger und das Heimweh tat arg weh und das Geheule der Kinder, die das einfach nicht verstehen konnten.
In Saaz gab es Massenquartier in der Schule – das war ein Elend.
Die Leute lagen im einstma- ligen Stroh wie die Heringe, konnten einander nicht mehr leiden, lausten sich und es gab nur eine dünne Wasser- suppe.
Die Klosetts waren verstopft und überall ein wüster Dreck und Geschimpfe.

Internet-Foto: Postkarte vom Hitler-Platz in Saaz

In Brüx mussten wir Frau Albert zurücklassen, denn ihre Stunde war gekommen.
In den Dörfern stießen wir mit Kosaken zusammen, die auf kleinen Pferdchen umhergaloppierten. Man erzählte sich, dass sie einmal auf russischer und dann wieder auf deutscher Seite wären und die Frauen sehr belästigten.
In Leitmeritz bekamen wir nach langer Zeit ein Bett und von einer Metzgersfrau Brot und 1 Rote Wurst – das war ein Festtag. Das Enkelkind hatte uns vom Markt- platz mitgenommen.

An einem kalten Wintertag machten wir in Passnau/Kreis Ludnitz bei Karlsbad halt. Hier sollten wir für ungewisse Zeit bleiben.

Internet-Foto: Postkarte von Passnau

Auf dem Dorfplatz wurden die Leute ihren Quartiergebern zu- gewiesen. Der Bürgermeister sa- gte: „Anton Wagner, Du nim- mst die Frau mit den 4 Buben.“ Er weigerte sich und wurde dann dazu gezwungen. Bald wurde ich inne, dass er ein Gegner des Hitlerregimes war und nun sei- nen Trotz ausübte.
Wir bekamen eine Küche und Kammer zugewiesen. Ich bat ihn ob er mir Holz zum Feuern ver- kaufen wolle. „Im Wald hat es genug Leseholz.“ Dabei blieb er.

Nun musste ich mich an den Bürgermeister wenden, der seine Haltung voraussah und mir Kohlen zukommen ließ.
Für den Anfang bekam ich Anzündholz, als der Schnee weg war holten wir Lese- holz auf dem Rücken im Wald.
Milch und Eier kaufte Trudls Mutter bei Frau Wagner und händigte es mir un- bemerkt aus.
Die Polen schliefen im Stall bei den Pferden auf einem Maierhof. Zum Essen kam Stanilslaus zu uns.
Kartoffeln bekamen wir beim Ortsbauernführer zugeteilt, auch erhielten wir Lebensmittelmarken. So konnten wir uns über Wasser halten, wenn auch nie satt essen.
Die Russen nahmen das Dorf ein, zuvor wurde die tschechische Fahne gehisst. Es geschah nichts Schlimmes.
Mit den Russen hielten sich Wagners gut und so kam es, dass ich für die Russen waschen musste. Als Belohnung bekam ich eine Fleischdose. So tat ich es gern. Stanislaus musste einmal aus einer Gärtnerei Gelberüben in ein Krankenhaus fahren, er bat mich um einen Sack und brachte ihn gefüllt mit solchen.
Da wir nie gestohlen hatten, nahm ich es als ein Geschenk vom Himmel, denn Gemüse gab es überhaupt keines zu kaufen. Wir teilten sie dann mit den anderen. Auch Fleisch und Brot mussten in Luditz geholt werden.
Es waren nur ganz spärliche Zuteilungen und die Frauen wollten den Weg, etwa eine Stunde, nicht mehr machen wegen der Angst vor den Russen. So übernahm ich die Besorgung.
Der Frühling war schon bald gekommen, die Sonne schien warm. Überall wurde es grün und die zahlreichen Kirschbäume standen in prächtiger Blüte.
Die Gegend war überhaupt dem Schwabenland und meiner Heimat, im Hecken- gäu, eng verwandt.
So holten wir wilde Kirschblüte und sangen Oma Roth (Trudls Mutter) am 20. April zu ihren Geburtstag „ALLE VÖGEL SIND SCHON DA“.
Sie hat sich so sehr über dieses Ständchen der Buben und mir gefreut, dass sie Jahre danach immer noch davon sprach.

Sehr hatte man bis zum Kriegs-Schluss unter den amerikanischen Tieffliegern zu leiden. So lagen in der Kapelle 9 verstümmelte Tote die in dem, aus Lock und zwei Wagen bestehenden Zügle das von Luditz bis Buchau fuhr, beschossen wurden.
Die Einwohner hatten große Angst und wollten nur ungern die Felder bestellen. Deshalb half ich gern beim Kartoffelstecken und bekam dann einen Laib Brot dafür.
Anton Wagner hatte einen Bienenstand und einige qm großes Gärtle drum herum. Ich bat, ob ich nicht etwas einsäen dürfte und bekam die Erlaubnis.
Wie freute ich mich, als Salat und Rettiche, Kohl und Gelberüben keimten und aufgingen. Allerdings kam Haufenweise auch Unkraut, denn Wagner hatte beim Dreschen den ganzen Unkrautsamen dort hingeleert und war darüber schaden- froh. Meine Freude am Bestellen konnte er damit nicht verderben.
Eines Tages kamen wieder Flüchtlinge und wollten nach Buchau.
Eine hochschwangere Frau brach zusammen. Niemand wollte ihr helfen. So bat ich Stanislaus die Leute mit unseren Wagen dorthin zu fahren, er willigte ungern ein, „fahre aber nur bei Nacht!“
In der Frühe zeitig kam er zurück und hatte ein fremdes Pferd neben unserem Hans am Wagen. Den 3 ½ jährigen Max, einen wertvollen Belgier, hatten ihm die Russen abgespannt.

Am 8. Mai war der Krieg zu Ende.

Internet-Foto: Zeitungsausschnitt

Kurz darauf durften die Polen heimfahren. Beim Abschied sagte ich: „Stanislaus, wer hätte das gedacht, dass es so käme“, er weinte, „warum ihr Krieg anfangen?“
Ich musste mich aufrichtig für sein Verhal- ten und zu uns stehen bis zuletzt bedanken und konnte ihm nur alles Gute wünschen. Hoffentlich durfte er auch in seine Heimat zurück.
Auch Wagners hatten ein polnisches Mäd- chen, die ebenfalls heim durfte.
So war auf einem Mal meine Hilfe im Stall
angebracht.
Die Tschechen wurden sich nun ihres Sieges bewusst und verwiesen mancherorts die deutschen Flüchtlinge.
So kamen zwei Haugendorfer Familien, Frau Falke kinderlos und Frau Beine mit 5 Kindern bei mir an. Wagner erlaubte, dass ich sie aufnehmen durfte.
So brachten wir Stroh in die Küche und alle kamen unter. In der Kammer war ja sowieso nur eine eiserne Bettstelle an der der Rost durchgerostet war. Ein Soldat, die öfters auch bei uns übernachteten, hatte mir 3 Bretter als Ersatz hineinge- macht.
Etwa 14 Tage hausten wir nun, drei Frauen und 9 Kinder, so.
Ordnung zu halten war fast nicht möglich, denn Frau Beine war nervlich so fertig, dass sie ihren Mutterpflichten nicht mehr nachkam.
So kochte ich für alle, schlecht und recht, von dem was mir zustand. Frau Falke aß nie mit, sondern kaufte sich 1 Liter Milch und aß ihr Brot dazu
und so kam es, dass ich, als wir am 31. Mai nach Schlesien aufbrachen, keine Lebensmittel mehr hatte.

Nun waren wir Vogelfrei.
Der russische Kommandant hatte uns zwar Papiere gegeben, mit der Erlaubnis nach Schlesien zurückzudürfen; aber wir lernten nun die Tschechen kennen.
In manchen Dörfern mussten wir Spießruten laufen und wurden von den Ein- wohnern angespuckt.
Niemand hatte den Mut um Essen zu fragen.
Nur misstrauisch konnte man eine Scheune als Nachtquartier benutzen.
Aus den Roggenfeldern oder Wäldern kamen uniformierte Tschechen mit gezo- genem Revolver und verlangten, dass wir unsere ganze Habe abluden und sie nahmen sich was sie brauchen konnten.

Internet-Foto: Flüchtlinge in Böhmen

Frau Seitz wurden beide Pferde abge- spannt und ihr Wagen blieb stehen.
Frau Falke hat sie auf ihren Wagen genommen.
Später nahmen mir die Russen das neue Pferd weg, also musste Hans den schweren Wagen allein ziehen.
Er tat sich sehr weh, weil die Deichsel ihn an den Hüften aufscheuerte.
Ein 15 jähriger Junge aus Haugen- dorf übernahm nun die Zügel und ich hielt die Deichsel von Hans weg.

Wir hatten große Not über die Sudeten zu kommen.
Einmal hingen die Russen den Wagen an ihren Lastwagen und ich führte Hans hintennach. Auch Brot und Speck gaben sie 2x an die weinenden Kinder ab.
Nun waren auch die deutsch-stämmigen Familien vom Sudetenland ausgewiesen und auf den Straßen.
Wir erreichten nun Kamenz und die tschechisch-deutsche Grenze.
Dort mussten wir wieder alles Abladen.
Tante Luis hatte viel Geld dabei, dass sie alles wegnahmen. Als sie fragte wie sie weiterkommen soll, schlugen sie ihr so ins Gesicht, dass es ganz anschwoll.
Einen Jungen misshandelten sie so, dass er blutüberströmt war, weil sie im Heu auf dem Wagen noch ein kleines leeres Kofferle fanden, das ins Heu gerutscht war.

Internet-Foto

Endlich waren wir zwischen Chemnitz und Dresden ins Alt- reich gekommen.

An einem herrlichen Morgen machten wir im westlichen Vorort von Dresden eine Ruhepause. Hier gab es noch heile Häuser, Kinder kamen und besahen unsere Wagen, verschwanden und brachten dann den Buben eine Mundharmonika.
So erlebten sie nach langer Zeit eine erste Freude. Auch ich war ermutigt durch diese Anteilnahme.
Es ging weiter und wir fuhren durch die zerstörte Stadt. Die Straßen waren durchlöchert, überall Schutt und Trümmer.

Wir kamen durch den Kreis Bautzen. Die Stadt hatte sich sehr verteidigt gegen die Russen und bekamen daher, der ganze Kreis, keine Lebensmittelkarten.
Wieder verlor ein Siedler seine Pferde durch die Russen. Sein Wagen blieb stehen und ich wurde aufgefordert meinen schweren Wagen mit dem leichteren einzu- tauschen, ich gehorchte nicht.
So ließen sie mich an einem Berg zurück aus Trotz für meinen Eigensinn. Russen waren mir behilflich den Berg hinaufzukommen.
Es wurde Abend und unser Treck war nicht mehr in Sicht.
Als wir in ein Dorf kamen war am Eingang eine Tafel angebracht, dass das Übernachten von Flüchtlingen streng verboten sei, wegen heimkehrenden rus- sischen Truppen.
Wir kamen an ein Arbeitsdienstlager außer Orts. Die Gebäude waren im Versatz gebaut.
Wir stellten unsern Wagen so auf, dass er von der Straße aus nicht zu sehen war, spannten Hans aus und ließen ihn auf dem Rasen weiden.
Tante Paula Prizibyla mit zwei Kindern und wir schliefen auf dem Wagen. Betrunkene Russen jodelten auf ihren Panjewagen vorbei.
Wir baten den Vater in Himmel um Seinen Schutz und konnten ruhig schlafen. Auch unser Hans, dem wir am Wagen festbanden, ruhte aus.
Am nächsten Morgen fanden wir bei unserer Weiterfahrt unsere Haugendorfer auf dem Schäferhof bei Mangelsdorf an der Landes- krone. Allesamt froh, dass wir sie fanden.

Internet-Foto: Flüchtlinge vor Scheune

In der Scheune hatten sie Quartier gemacht. Zum Hof gehörte ein Kindergarten mit einer Tagesküche für Gutsarbeiterkinder. 20 Bres- lauer Frauen waren hier untergebracht.
Wir hatten unterwegs 3 Kopf Kohlrabi und ein paar Gelberüben erstehen können.
Da wir schon lange an einem schrecklichen Durchfall litten, konnten wir diese roh nicht
essen.
In der Küche war reger Betrieb, alle wollten eine Mehlsuppe oder Kartoffeln kochen, bei dieser erstmaligen Gelegenheit.
So musste ich warten, weil mein in Passnau erstandener Topf arg groß war.
Die anderen waren schon in die Scheune gegangen, als ich daran war das Gemüse in die Teller zu leeren.
In der Türe erschien ein junger Russe und bat mich um etwas, ich verneinte sein Begehren. Er war anständig und ging.
Wieder ging die Tür auf und wieder stand ein Russe vor mir, die gleichen Worte sprechend, aber mit bösem Blick und einer Forderung.
Ich nahm den Kleinsten auf den Arm, sagte „kommt schnell“ und rannte über den Hof zur Scheune. Die Buben hinter mir her.
Mit einer Kette hatten die Haugendorfer das Tor versperrt.
Auf mein Schreien wurde geöffnet und dann ging ein schreckliches Geschimpfe los, über meinen Leichtsinn. Die Buben weinten über ihr stehengebliebenes Essen und sagten „was bist Du für eine Mutter“.

Mitten im Hof stand ein Brunnen, aber die Breslauer Frauen wuschen und käm- mten sich nicht, vor lauter Angst vor den Russen.
Der Herd rauchte und qualmte und es wollte die Platte nicht heiß werden, denn unter dem Rohr war im Kamin ein riesiges Loch.
Ich suchte ein paar Backsteine und holte im Feld Lehm und machte das Loch zu. Dann war es ganz anders mit dem Kochen. Nur die Mittel fehlten fast gänzlich. Als es länger nicht regnete, versiegte der Brunnen und ich holte das Wasser im Dorf.
Hier lagen wir 14 Tage und ernährten uns von Leinsamen, denn in der Scheune lagerte unausgedroschener Flachs.
Unsere alten Männer baten wir täglich, nach Görlitz zu gehen mit unseren Papieren. Denn dort war die Grenze zwischen dem russisch und polnisch be- setzten Gebiet.
Aber diese meinten, sie wollten lieber in der Scheune verhungern als in Sibirien landen.
So entschlossen Frau Prisibilla und ich uns dorthin zu gehen. Vor der Kommandantur stand ein deutscher Soldat Posten.
Als wir um Einlass baten sagte er gar nichts, auf weiteres Drängen meinte er:
„Hier kommt nicht einmal eine deutsche Maus hinein, viel weniger zwei Frauen“.
Dann gingen wir zur Neißebrücke.

Internet-Foto: Flüchtlinge an Neiße-Brücke

Dort standen hunderte von Menschen und wollten hinüber.
Eine weinende Frau fragten wir, was ihr fehle. Sie erzählte dann‚ dass die Stadt geteilt sei, ihre Tochter wohne im polnisch besetzten Teil und habe einen Schrebergarten, diese gab ihr einen Kopfsalat und einige Stängel Rhabarber, als sie diese herüber- bringen wollte, wurde es ihr abgenom- men und sie wurde noch geschlagen.

Müde kamen wir am Abend zurück und bekamen ein Riebel schimmeliges Brot. Wir Südwestdeutschen entschlossen uns an jenem Abend, unsere Richtung nach Westen einzuschlagen.
So nahmen wir von den übrigen Haugendorfern Abschied, allerdings hofften wir immer noch auf ein Wiedersehen in Schlesien.
Familie Heck und Seitz verstauten ihre Habe bei Frau Falke und Frau Beine, die von Westfalen waren.
In Dresden mussten sie in Richtung Meißen fahren und glaubten, dass auch ich mitkäme; aber ich fuhr in Richtung Stuttgart – konnte auch ihr Fahrttempo nicht mehr mithalten.
So verabschiedeten wir uns schweren Herzens.
Es war ein Samstagabend, schon fing es zu dämmern an, als wir in den Dres- dener Vorort Tharandt fuhren.
An einem Fabrikgebäude, in Felsengärten gelegen, stand ein Mann unter dem Eingangstor und fragte, wo wir hinwollten. „Nach Stuttgart“. „Aber heute nicht mehr“. „Nein, heute brauchen wir ein Nachtquartier“. „Fahren Sie herein“.

So durften wir in der Waschanlage duschen und bekamen Brot und Tee und unser Hans konnte weiden und wir durften in einem Fabrikraum schlafen. Meterhoch waren Aluminiumgegenstände aufgestapelt.

Internet-Foto: V2-Rakete im Bau

Ich fragte den freundlichen Mann, was das für komische Dinge seien? Er sagte: „Vor einem halben Jahr wäre ich um den Kopf gekommen, wenn ich`s ihnen gesagt hätte, das ist die „V2“, nur der Sprit hat gefehlt, deshalb kam sie nicht in den Einsatz“.

Dankbar für die Menschlichkeit die wir erleben durften, spannten wir in der Sonntagsfrühe an.
Sogar ein halbes Brot bekamen wir mit und alle guten Wünsche auf unseren weiten Weg.
Nun war ich auf der Suche nach einem leichten Wagen, denn Haugendorf war ja nun nicht mehr der Grund, weshalb ich den Wagen nicht umtauschte.
Ich hatte aber kein Glück und so fuhren wir unsere Straße weiter.
Abends kamen wir nach Naundorf.
Ich fragte um eine Bleibe für die Nacht, da hieß es „Höchstens bei Familie Bernhard“. Dort wurden wir freundlich aufgenommen und durften am Abend- brot mithalten. Der Bauer wollte wissen woher und wohin und sagte mir dann, dass er Heu machen wolle und kein Gespann habe, die Russen hätten seine Pferde mitgenommen, ob ich nicht bei ihm bleiben wolle. Ich sagte zu, bis das Heu drinnen sei. Wir bekamen eine saubere Stube zugewiesen und durften am Tisch mitessen. Ich half beim Melken und Heumachen, dann wollte ich weiter.
Die Leute wollten unbedingt, dass ich bleiben soll.
Doch ich sagte, ich wüsste seit dem 19. Januar weder von meinem Mann noch von der Mutter und Geschwistern etwas und wolle unbedingt weiter.

Wir kamen in den Kreis Freiberg und in ein so starkes Gewitter – ein Kugelblitz rollte vor dem Wagen über die Straße.
Dann kamen wir an einen steilen Berg und Hans kam nur stückchenweise vorwärts, dann mussten wir einen Stein unter das Wagenrad legen bis es wieder weiterging.
Ein Mann war mit einem Ochsengespann auf dem Feld und beobachtete uns. Er kam zur Straße und fragte wohin des Weges. Darauf meinte er „Das ist un- möglich, sie kommen doch nicht über die Grenze, kommen sie mit aufs Gut Oberschöna, ich bin dort Verwalter“. Er war auch Flüchtling aus Grünberg in Schlesien. So wollte auch er uns halten wegen dem Pferd. Das Gut sei 1000 Morgen groß und auch er hatte nur 2 Ochsengespanne.
Das starke Gewitter hatte Regenwetter zur Folge.
So blieben wir einige Tage und er überredete mich, den Hans ihm zu überlassen bis die Grenzen geregelt und geöffnet seien – daran glaubte er fest.

So besorgte er mir einen Handwagen und ich zog dann mit dem Allernotwendigsten weiter.

Internet-Foto

Der Abschied von Hans fiel uns allen schwer; aber ich war auch erleichtert, weil er nun bessere Tage bekam, denn er tat mir oft so leid.

Internet-Foto

Wir erreichten Chemnitz.
Die Straße war wieder durchlöchert.
Vor uns fuhr ein Mann mit einen Pritschenwagen, er gab uns einen Strick und wir durften unser Wägele anhängen.
Da kam ein Bombentrichter, das Wägele fiel um und die Bettstücke und alle Habe wurden mitgeschleift und ganz dreckig.
Bei einem alten Ehepaar in einer Ruine, denn auch Chemnitz war arg zerstört, durften wir übernachten und konnten unsere Sachen trocknen. Wir hatten noch ein wenig Malzkaffee, den uns jemand schenkte. Als ich ihn kochen wollte mit zwei Backsteinen und Reisig, hatte ihn das Ehepaar weggenommen.

Nun kam eine unbeschädigte Bahnstrecke und wir durften, samt dem Wägele, auf einen Güterwagen 27 km fahren.

An einen Samstagabend kamen wir in Glauchau an.
Auf dem Bahnhof erkundigte ich mich nach einem Flüchtlings- lager. „In Rötenbach, 2 Stunden von hier, gibt es eines“.

Internet-Foto: Bahnhof in Glauchau 1945

So fragten wir nach der Richtung und wanderten die Bahnhofstra- ße entlang.
Auf der andern Gehwegseite ging eine ältere Frau mit einem Kin- derwägele spazieren.

Auffällig musterte sie uns und ich ärgerte mich.
Mit einem Mal kam sie über die Straße und sprach mich an, woher und wohin ich wolle. Sie meinte dann, „aber nach Rötenbach kommen Sie heute nicht mehr, bei dem Tempo mit den Jungs“.
„Ich muss aber, schließlich kann ich nicht auf der Straße bleiben bei Nacht“. Dann meinte sie, „wir wohnen zwar auch nur in Miete, aber ich will den Haus- herrn fragen, ob Sie nicht bei uns bleiben könnten“.
Nun betete ich innbrünstig, dass der Mann doch ja sagen möge. Und er sagte ja.

Dann nahm uns die Frau in ihre Wohnung, ich durfte die Buben waschen doch der Gatte war noch unterwegs. So fürchtete ich, es könnte ihm nicht recht sein. Als er dann kam erklärte ihm seine Frau wie sie mich am Bahnhof getroffen habe und es doch ein Unding wäre, mich laufen zu lassen.
Wir begrüßten uns und Herr Martin meinte, „was hör ich da für vertraute Laute, Sie sind doch Schwäbin? Meine Eltern kamen in ihren jungen Jahren von Stuttgart nach Glauchau und mein Vater war Weber und Glauchau ist eine Weberstadt“.
So waren wir freundlich aufgenommen.
Mir wurde gesagt, dass der Russe die Grenze Sonntags nicht öffne und wir erst Montags welterziehen sollten.
Im Nebenbau war eine Dachkammer mit zwei Betten, dort durften wir schlafen. Sonntags hat uns Frau Martin, die die Liebe selber war, mitversorgt.
Am Montagfrüh um ½ 6 Uhr standen wir mit unzähligen Menschen an der Muldebrücke, der russisch-amerikanischen Grenze.
Abends um 7 Uhr kam Frau Martin mit den Rad angefahren und meinte, „so hob i mir`s docht, hat der Russe nicht aufgemacht?“ Wir zogen mit ihr zurück in die Marienstraße.
Dienstag und Mittwoch standen wir wieder von früh bis spät draußen.
Am Donnerstag wollte ich aufstehen und uns fertig machen, aber meine Füße trugen mich nicht mehr.
Ich wollte dass Ernst, der Älteste, Frau Martin Bescheid sage, aber er sagte „Mut- ter, mit mir fährt es Karussell“. So blieben wir im Bett.
Über Mittag erschien Frau Martin, die berufstätig war und unser Wägele noch stehen sah und fragte, warum wir nicht zur Grenze seien.
Ich erklärte meinen Zustand – „dann muss der Arzt her“ – und sie holte ihn. Er sagte, „da besteht Typhus-Gefahr“.
So wurden Ernst und ich auf ein Wägele gelegt und Herr Martin brachte uns ins Krankenhaus.

Internet-Foto: Die Baracken des Klinikums von Glauchau

Wir wurden in den Baracken un- tergebracht und dann lag ich fast 3 Wochen in hohem Fieber und brachte nichts mehr zusam- men im Kopf.
Ernst hatte einen Wasserbauch und bemühten sich die Ärzte am meisten um ihn im ganzen Saal.
Um die 3 Brüder machte ich mir keine Sorge, denn die Wirklichkeit existierte für mich nicht mehr.
Aber böse Fieberträume plagten
mich und ich wollte immer heim.
Nach 3 Wochen brachte die Schwester die 3 Kleinen herein und meinte, „ihr habt ja alle Typhus“.
Nun ging der Kampf um Eckhard, denn er war todkrank und alle hatten das Büble, das eigentlich nur noch aus dunklen Augen in seinem blassen Gesichtle bestand, so arg lieb.

Frau Martin und Frau Haller hatten die Drei die ganze Zeit versorgt.
Sonntag kamen Herr und Frau Martin an unser Fenster und fragten nach unserem Ergehen. Sie scheuten nicht den weiten Weg durch die Stadt.
Nach 7 Wochen wurden Fritz und ich entlassen. Fritz war am wenigsten krank. Wir durften wieder in unserem alten Quartier wohnen.
Einen Monat später wurden die Drei entlassen.
Es war Anfang Oktober, Eckhard war noch so schwach auf den Füßen, dass vor- läufig an kein Weiterreisen gedacht werden konnte.
So machte ich mich in Haus und Garten und Altwarengeschäft von Herrn Gehrt, dem Hausbesitzer, nützlich.
Wir erhielten zum Glück Lebensmittelkarten und Frau Martin kochte für uns mit.
Inzwischen war es Mitte Oktober geworden.
Manchmal war ich recht mutlos und so fand mich Frl. Martin, die ledige Schwester von Herrn Martin, bei einem Besüchle an.
Sie ließ mich ein Los ziehen und ich zog den Spruch: „Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat“.
In der Zeitung suchte eine Frau, deren Schwiegereltern in Stuttgart wohnten, Anschluss für einen Grenzübergang.
Wir besprachen uns und wollten am 17.10. reisen.
Vorher holte ich per Bahn meine zurückgelassenen Sachen von Freiberg nach Glauchau. Hans hatte sich prächtig erholt, ihn musste ich dort lassen.
Vorsichtshalber nähte ich an einen langen Sack Träger für den Fall, dass ich nicht mit dem Wägele über die Grenze käme. Sie war inzwischen in Thüringen bei Meiningen.
Herr Martin begleitete uns früh um ½ 6 Uhr auf die Bahn.
Schon an der Sperre wurde das Wägele zurückgewiesen. Wie gut, dass Herr Martin mitkam und es wieder nach Haus nahm.
Wir trafen dann die Grenzgängerin.

Internet-Foto: Der Bahnhof in Mellrichstadt

Als wir da in Mellrichstadt auf dem Bahnhof ankamen, verschwand mit einem Mal die Frau, kam dann nach einer Weile zurück und erklärte mir: „ich habe mich mit Landsern unterhalten – die meinen es sei ganz unmöglich, dass Sie mit 4 Kindern durchkämen, fahren Sie am besten zurück nach Glauchau, ich schließ mich den Landsern an“. Da stand ich nun.

So übernachteten wir im Bahnhofswartesaal und unternahmen dann den Weg im Niemandsland bis zur Grenze.
Dort angekommen rief uns ein pflügender Bauer an, wo wir hinwollten? Ich stellte mich taub, doch er wusste ja selbst was wir vorhatten.
„Denken Sie nur nicht, dass Sie hinüberkommen – aber hier bleiben Sie auch nicht, ich bin der Bürgermeister vom Ort und habe Pack genug.“

Wir versuchten dann allerlei Hilfe – und erlangten nichts.
So nahm uns ein russischer Lastwagen wieder zurück zum Bahnhof, wo wir die Nacht verbrachten.
In der Früh ging ich ins Flücht- lingslager und bekam dort eine Nummer.
Die Buben waren schon im Hof und spielten mit Kindern.
Ich war so unglücklich und wusste nicht was werden sollte.
Dann gab ich die Nummer zurück und holte die Buben, die gar nicht mitkommen wollten.
So machten wir den weiten Weg
nochmals. Internet-Foto: Kinder im Flüchtlingslager
Abends hockten wir uns an die Friedhofsmauer. Das Nachbargebäude war die Schule in der das benannte Pack untergebracht war.
Zwei Frauen verließen das Haus. Eine bemerkte uns und sagte, „dort ist doch etwas“.
Sie kamen näher und fragten, was ich hier mache.
„Warten.“ „Auf was?“ „Bis es vollends ganz dunkel ist.“
„So, so. Sie wollen über die Grenze, kommen Sie nur mit, das ist unmöglich, die Russen schließen. Wir möchten ja alle hinüber.“
So nahmen sie die Kinder bei der Hand und ich musste mit Rucksack und Koffer folgen. Oben angekommen lagen die Menschen wie die Heringe.
Kein Platz mehr. Ja, unter dem Tisch, auf dem eine Kerze brannte, war es noch leer. So verkrochen wir uns dort.
Die Buben legten ihren Kopf auf unser Gepäck und ich hatte einen Tischfuß als Stütze im Rücken. Müde von dem weiten Weg und dem Schleppen schliefen wir bald ein.
Gegen Morgen, es mochte etwa 4 Uhr sein, erwachte ich.
Ich bekam den Befehl, jetzt zu gehen. Es war mir, wie in der Geschichte von Maria und Josef.
Ich weckte die Kinder, eine Frau neben mir wurde auch munter und erkannte meine Absicht, zündete die Kerze an und begleitete uns zur Haustür.
Sie wünschte mir Glück und meinte, wenn Sie nicht zurückkommen, dann haben auch wir wieder Mut. In 3 Wochen hat es keiner mehr gewagt.
So zogen wir auf der Straße entlang Richtung Westen.
Ich war so gelassen und den Buben sagte ich, „nun komme was will, dass mir keiner schreit, dort drüben wohnt die Ahne, dort geht es uns gut.“
Von Martins bekamen wir eine Tüte Bonbons beim Abschied. Jeder bekam eines und sie versprachen mir zu folgen (gehorchen).
Wir waren ein Stück Wegs gegangen als wir mit Halt angerufen wurden und zwei Gestalten erhoben sich aus dem Straßengraben.

Internet-Foto: russischer Soldat

Die Buben standen still wie die Soldaten.
Dann fragten die Russen, „Was wollen?“
„Zur Mutter, nix zurück. Kommen von Schlesien, kein Zuhause mehr, Vater Krieg. Nix, zurück. Wir krank, verstehen Typhus?“
„Ja, verstehen.“
„Mutter wohnen drüben, wir viel Hunger, kein Zu- hause.“
„Zurück!“
„Ich nix zurück.“
„Wir schneiden Hals ab“– Zeichensprache.
„Winter kommen. Nix Zuhause.“
Die beiden unterhielten sich und sagten: „Frau Du versprechen, Kinder ganz still, nix flennen.“„Ja, ich verspreche ganz still.“ So ging einer voraus, wir hinterher und der zweite hinter uns.
Dann sahen wir ein Licht, „dort schlafen russischer Kommandant. Er hören Dich, dann wir Hals ab“.
Wir kamen unbemerkt vorbei. Nach einer Weile war wieder ein Licht, ein zweiter Bunker.
„Frau kommen herein“, ich zauderte. „Nix Angst, durchsuchen Dokumente.“
Sie leerten meinen Sack und Koffer auf den Boden, nahmen mir den Geldbeutel ab, forderten mich auf, die Sachen wieder einzupacken, „schnell, schnell, jetzt kommen Ablösung“.
Als der Deckel des Koffers nicht mehr zuging weil die Sachen unordentlich drin waren, setzte sich der Dicke mit seinem Hinterteil drauf und das Schloss sprang zu.
Nun gingen sie mit bis zum Schlagbaum, ich bedankte mich und wir waren drüben. Im nahen Dorf krähten die Hähne und verkündeten einen neuen Tag.
Zum Glück hatte ich nur gut 100 Mark im Geldbeutel – ein kleines Erlebnis in Glauchau belehrte mich:
Da ich nach unserer Rückkehr mit Fritz vom Krankenhaus immer zeitig auf- stand und Frau Martin half, durfte Fritz immer ausschlafen.
Der Schlüssel hatte seinen Platz in der Handtasche.
Als ich drüben etwas holen wollte, war der Schlüssel nicht da.
Ich schimpfte Fritz aus, doch behauptete er, den Schlüssel in die Tasche getan zu haben. Er suchte selber, fand ihn nicht, dann schüttelte er die Tasche und man hörte ihn. Das Futter war aufgetrennt und der Schlüssel dazwischen gefallen.
So nähte ich unser Geld an diesem Platz vor unserer Abreise ein.
Nun fanden wir im Laub unter den Obstbäumen noch Äpfel und waren glücklich darüber etwas im Magen zu haben.
Wir mussten nun Stunden laufen, wie an den Vortagen.
Ich trug das Gepäck etwa 100 m vor, stellte es ab und einer musste dabei bleiben. Dann ging ich zurück und trug Eckhard bis dorthin.
So kamen wir nur langsam vorwärts.
Gegen Mittag waren wir in Meiningen. Dort bekamen wir in einer Bäckerei etwas ohne Marken.

Von da ab kamen wir per Anhalter auf Lastwagen weiter über Schweinfurt, Würz- burg, Höchst. Dort bekamen wir auf dem Bahnhof von der Bahnhofsmission einen großen Topf Spinat. Die Frau meinte, so habe sie noch kaum einmal Kinder essen sehen, so gut hat es ihnen geschmeckt.
Über Wertheim kamen wir nach Neckarelz, dort waren wir in einer Gaststube über Nacht, kamen erst spät am Abend nach Heilbronn, dort schliefen wir in einem Bunker zum letzten Mal…
Dann nahm uns Einer mit über Marbach nach Ludwigsburg.
Von dort fuhren wir mit der Stra- ßenbahn bis Vaihingen.
An der Haltestelle durften wir mit Internet-Foto: Heilbronn 1945 nach Kriegsende
einem Personenwagen mitfahren bis Sindelfingen, dann mit der Bahn nach Böblingen.
Bei Wilhelm Schlecht wurde Onkel Gottlob in Deufringen angerufen, ob er uns mit dem Pferdegespann abholen könnte. Leider hatte er kein Pferd.
So holte unser früherer Nachbar, Herr Friedrich Roller, uns in Böblingen mit dem Auto ab.

Als wir die „Kehle“, dem Tor nach Aidlingen, hinunter fuhren, fasste ich den Mut und fragte ob mein Mann zurückgekommen sei.

Aidlingen – ungefähr so, wie Maria und ihre 4 Buben es wohl von der “Kehle“ sahen

Nur ganz zögernd antwortete er mit nein.

Vor Ahnes [Marias Mutter] Häusle standen schon alle, alle bereit und ich sagte „Alle Vögel sind schon da“. Am Ofen waren die Betten über Stühle gehängt, wie es Mutter schon tat seitdem es etwas kälter wurde. In der Küche stand Schwager Gottlob und bratete für jeden ein Schnitzel.
Wir waren daheim!!!
Mutters innige Gebete wurden erhört – war der 24. Okt. 1945.
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Die gesamte Flucht von Haugendorf bis Aidlingen: 279 Tage und ca. 1500 km
“DEN GEFALLENEN UND VERMISSTEN“ auf dem Aidlinger Friedhof. Knapp 634000 der aus Schlesien Flüchtenden kamen ums Leben oder gelten als vermisst. Ehemann/Vater/Ehne Christian ist nie vom Krieg zurückkommen
Bis 1954 wohnt Maria mit den Buben bei Ahne in der Oberen Straße und beginnt nun hier mit Landwirtschaft
Maria mit ihren “Stiefelsbuben“ Ernst, Klaus, Eckhard und Fritz
1954 kauft Maria mit Hilfe von Ernsts Lehrlohn diesen Bauernhof, wo sie bis zum Zwangsabriss 1976 lebt.
Als Entschädigung bekommt sie ein Holzhaus, 150 m weiter, in dem sie 1992 friedlich einschläft.
Das alte Aidlinger Wappen passt zu Marias Verbundenheit mit Schöpfer und Landwirtschaft

Eines Tages als Maria gerade auf ihr altes Herrenrad stieg, über das sie wegen der vielen Arbeit sehr dankbar war, meinte eine strenggläubige Diakonie-Schwester entrüstet:
„Aber Maria, das sieht unser Herrgott nicht gerne!“ Worauf Maria freundlich aber bestimmt sagte:
„Wenn das meinem Herrgott missfällt, lässt er mir ein Damenrad zukommen.“
So tief war ihr Vertrauen


© Frank Maria Stiefel – Schwedisch-Lappland, Nov. 2022
(den Zusatz Maria wählte ich 2007 aus Verbundenheit zu ihr)

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Erfahrungen

Sternschnuppe oder schnuppe

Nach Abendessen und herzlichen Stunden (in Zeichensprache) mit meiner mir 2 Tage zuvor zugefallenen Lehmhof-Famile, sitze ich nun in der sternenklaren Nacht noch lange am Gelben Fluss vorm Zelt am Rande ihres Maisfeldes auf meinem bequemen Sesselrad.
Ich mache mir Gedanken ob es (noch) sinnvoll ist meinem Herz-Gefühl für Xiao weiter nachzugeben, wenn uns der intensive Whatsapp Kontakt in einem unreellen Zukunftstraum hält anstatt im JETZT zu SEIN (seit sie mich nach unserer Seelenbegegnung vor einer guten Woche wegen dem Druck ihrer Famile verzweifelt weggeschickt hat).
Denn eigentlich brauche ich meine ganze, schwindende Kraft für die wüste(n)Hitze und Hochgebirge auf der (Tor)Tour Richtung Tibet…
Wir hatten heute keinen Kontakt, da Xiao wieder stark an ihren Gefühlen für mich/uns zweifelt.
Wie extrem sie durch ihre Verwandten und Freundinnen (denen sie sich anvertraut hat) unter Druck sowie Schuld- und Angstgefühle gesetzt wird, kann ich mir nicht vorstellen, da sie mir das erst viel später (während unseres nicht enden wollenden Albtraums) anvertrauen wird!
„Bitte liebes LEBEN, gib mir irgendwie deutliche Zeichen – ich möchte gerne an Xiao festhalten wenn du es für uns möchtest – aber ich bin auch bereit sie loszulassen wenn es keine gemeinsame Zukunft geben kann/soll/darf?!“
Als ich „zu-fällig“ in den Sternenhimmel blicke, sehe ich seit langer Zeit mal wieder eine Sternschnuppe!
„Liebes LEBEN, wenn ich zufällig noch zwei weitere Sternschnuppen sehen darf, ohne danach extra Ausschau zu halten, dann nehme ich es als Zeichen, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben“… und es kommen noch Zwei!!! Beide Male als ich gerade kurz hochschaue – und alle drei waren in unterschiedlichen Richtungen!
Danach sehe ich keine mehr, obwohl ich den ganzen Himmel noch länger danach absuche!!!

LEBEN weiß und kann… 🙏😍

Hier zur gesamten, WUNDERnvollen Rad(tor)tour und dem albtraumartigen (noch immer offenen) Ende:
https://facebook.com/frankstiefel.deutscheseite/albums/3527514027337521/
und hier als PDF (33 MB):
liebevoll-wie.se/Unser_unglaublicher_Weg.pdf

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über mich/uns

Rollertour nach Lappland

Auf wiedersehen „wilder Süden“…

…nach fast 2 wilden Jahren im Bauwagen
Mitte September 2014 ist es soweit: auf vielfachen Wunsch der einzelnen Dame geht`s mit dem Töff nach Lappe-Schlappe-Land – auch wenn es temperaturmäßig für die Fahrt eigentlich schon zu kühl ist sowie der hoch- und breitgestapelte Roller ohne uns schon fast am Gewichtslimit ist – Tschüssle liebe Mama und lieber Papa…
ond tschüssle Aidlenga
Die ersten 200 km sind (hoffentlich) die Schwersten
Hagelregensturm durch Ost-Deutschland – brrrrr
(musste das Bild unbedingt machen – mitten auf der Autobahn-Notspur und zu Carmens entsetzen!)
Nach 900 km sind die Schwertransporterler um 21.45 Uhr nass, kalt und müde an der Fähre von Rostock nach Trelleborg
Kurz vor Mitternacht sind wir endlich im Warmen auf der Fähre – hier gilt für uns natürlich: Nix Ruhe(sitz), wir brauchen echten Schlaf(platz)!
Am nächsten Tag durch Schweden gen Norden heißt es alle 180 km Tank- und Pinkelpause – Schwertransporter brauchen auf der Landstraße viel Sprit und „coole“ Nord-Tourer viel heißen Tee.
Zu meiner Verwunderung zieht Carmen nach 12 Stunden und 900 kühlen Nebel-Regen-Sonnen-km durch Süd- und Mittelschweden die Naturübernachtung einer beheizten Gästehütte vor.
God morgon – ein kalter, regnerischer Tag lädt uns (nicht so richtig) zu den restlichen 700 km ein
Morgentoilette – auch ein (Burgman-)Hippie muss mal mehr als Pipi…
…bevor wir uns mit 6 Kleiderschichten für die 5 °C durch Nordschweden rüsten
Geschafft – nach gut zweieinhalbtausend km sind wir, fast steifgefroren, im Inseldorf am Polarkreis angekommen …
(seit 500 km hatten wir es mit Schneeregen und rutschigem Laub zu tun und die letzten 200 km bin ich sogar viel stehend gefahren, um der frierenden Carmen mehr Windschutz zu geben)…
und die LappeSchlappe „Hütte“, inmitten der Ryska-Tid (Indian-Summer), steht auch noch
Als wir am nächsten Morgen (vom komaähnlichen Schlaf) erwachen, ist alles weiß – alles richtig gemacht und viel „Glück“ gehabt!
Nun kann das Lappland Abenteuer zwischen/mit Sommer und Winter beginnen.

Hier die 3 Monate (vom Herbstsommer bis vor Mittwinter)
mit Carmen in Lappland

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Erfahrungen

Elefantentreffen

25. – 27. Januar 1991 – in Thurmannsbang-Solla

Wissen wusste ich schon lange davon – aber nun wollte ich auch mal selbst erfahren!
Da Kälte vorhergesagt war, bastelte ich am Tag zuvor aus einem Plastikeimer noch Handprotektoren an die Caribu und ein Kunstleder als Halsschutz an die Gesichtsmaske des offenen Helms.
Nun, am frühen Freitagmorgen zwänge ich mich noch in einen Regen-Overal sowie -Überhandschuhe und -Überstiefel, vor es von Aidlingen losgeht.
Von Thermo-Kleidung und vom Hauskauf in Lappland nächsten Winter hatte ich natürlich noch keine Ahnung.

😉
Nach gut (eiskalt wäre zutreffender) 400 km durch Schneeregen in Solla agekommen glaube ich, mich an die Kälte gewöhnt zu haben da meine Zehen nicht mehr schmerzten – später als Wildnisguide in Lappland konntre ich dafür dann abenteuersüchtigen Reisegästen aus dieser Erfahrung versichern, dass es erst gefährlich wird, wenn man den Kälte-Schmerz nicht mehr spürt!
Leben sei Dank für die Plastikeimer-Handprotektoren – sonst hätte ich vielleicht nicht mal selbst Trinken können 😉
gut Aus-gerüstet und -geschmückt – aber auch nur ein Sechstel meiner Anfahrt
hier im Bayrischen Wald herrscht wolkenloser Himmel – und durch die klirrende Kälte nicht mal Matsch…
allerorts man viel Schwein (am Spieß) mit noch mehr Bölkstoff
um mich kümmern sich meine herzlichen italienischen Zeltnachbarn
kein Matsch aber eine rießige Räucherbude durch die vielen hunderte Lagerfeuer
auch wir versuchen unser Feuerchen in Gang zu halten
Hochprozentiges in alle Art Behältnissen…
…für die Hochfreu(n)digen
Man(n) wärmt sich so gut man(n) kann – hier mit/an meinen neuen italienischen Biker-Freund.
Nach einer extrem kurzen weil zittrigen Nacht im Goretex-Schlafsack (den ich 4 Jahre zuvor für die Mittelmeerumrundung gekauft hattte) sind sogar die isolierten Orangen im Topcase im Zelt sind während der extrem kurzen Nacht komplett durchgefroren – welch ein Wunder bei 23 Minus!
Wie froh wäre ich damals an meinem Rab-Schlafsack gewesen (Komfort-Temperatur Minus 35 Grad!) den ich viele Jahre später bei meinem Reise-Kunden und Freund Erich Herzog günstig erstehen durfte.
Frühstück bei den lieben italienischen Nachbarn – als wir aufgetaut sind
die meisten Biker scheinen die Nacht am Lagerfeuer verwacht zu haben… vielleicht auch besser bei der gefährlichen Mischung aus höchst-Prozentigem und tiefst-Temperaturen!
wer jetzt in der Sonne nicht schläft, schafft neues Brennholz heran – bereits nach einem Tag (und der arktischen Nacht) sind die vielen Kubik Brennholz bereits am Ende!
sie gaben dem berühmten Treff, das Ernst Leverkus 1956 für winterharte Motorradfahrer gegründet hatte, den Namen: Zündapp KS 601 („Grüner Elefant“)
idyllisch gelegen – besonders dem Rauch scheint der Talkessel zu gefallen!
kein Zufall, dass ich mich bei meiner Ankunft für den oberen Südhang entschieden habe.
irgendwie kamen sie über die Grenze mit ihren skurilen Zwei- und Dreirädern – vollbeladen mit vier-zig+ Hochprozentigem und vier-beinigem Hochspeckigem
in allen möglichen Farben – häufiger rost- als rosarot…
…und allen möglichen Ländern
die Fahrer voll eingehüllt und ihre Gespanne voll beladen
Hauptsache er verp(r)ennt es nicht komplett bis zur Kurbel-Ablösung
(zum) Wohl dem der auf Glühwein gesetzt hat…
…und wenn möglich in größeren Mengen
ein paar echte „Elefanten“ (Zündapp KS 601) gibt es zum Glück noch
Seine Mütze hätte ich bei der Anfahrt für meine Füße gebraucht
immer langsam (ohne durch)drehen und mit viel innerer Schmierung – was soll man auch anderes tun 3 Tage und 2 bitterkalte Nächte lang
jetzt tagsüber wo ich nicht mehr versuche unter zittern einzuschlafen, stören mich die ständigen Vollgas-Trommelfell-Tests komischerweise überhaupt nicht
falls der Anhänger für Personenbetrieb geeignet ist, könnte ich (falls ich diese Nacht dem Erfrierungstod nochmals entkomme) morgen vielleicht bis zum Würzburger-Kreuz windgeschützt mitfahren – NEIN!!! – nicht einmal daran denken – was für eine Beleidigung für mein „Caribu“, die sogar 4 Jahre zuvor solidarisch neben mir über die griechische Küstestraße gerutscht ist und dann am Leitplankenpfosten ihr Tauchrohr brach während es bei mir am nächtenes die 4 Mittelfußknochen waren.
Ich durfte nach 2 Thriller-würdigen Tagen im Flugzeug zur Notoperation zurück nach Deutschland, während sie sich noch ein paar Wochen auf der Straße vor einer Polizeiwache gedulden musste.
wenn die Sonne tiefer steht heißt es auch am Südhang sich wieder ordentlich einpacken…

(Foto: von Tommy Bergmann)
…und das Zelt für die nächste Nacht rüsten

(Foto: von Tommy Bergmann)
is nich die Karre, die qualmt

(Foto: von Tommy Bergmann)
es werden auch am Samstagspätnachmittag immernoch mehr Biker

(Foto: von Tommy Bergmann)
das Fachsimpeln lässt die ankriechende Kälte kurz vergessen
when the (next icy) night comes
nur die harten… haben keinenGlühwein
tolle (Räucher-)Stimmung
Feurio, es wird kalt
auch die zweite, eisige Nacht (zitternd im Schlafsack – irgendwie) überlebt

(Foto: von Tommy Bergmann)
die Ersten ziehen schon am frühen Sonntagmorgen gen (ncht selten ferner) Heimat…

(Foto: von Tommy Bergmann)
…und auch für Frange wird es noch vor Mittag Zeit, die Sonne für die gut 400 km nach Aidlingen zu nutzen…

zuhause auf dem Dachboden meiner Eltern werde ich noch viele Monate die Räucherstimmung haben, wo Kleidung, Zelt und Ausrüstung ausluften soll – die Erinnerung darf gerne bleiben
der liebe Jörg schreibt von 19 Minus – meine italienischen Freunde haben Minus 23 gemessen und Tommy Bergmann schreibt bei seinen Bildern gar von -26! Egal es war einfach Sau… – nein – Spanferkel-kalt 😉
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über mich/uns

Seitenwagen MotoCross

1989/90
in Deutschland, Frankreich und Ungarn

Auf der Hochzeitsfeier meiner Cousine habe ich Andi Mähr kennengelernt, der mich dann Mitte 1988 zur Seitenwagen-MotoCross-WM in seine Heimat nach Vorarlberg mitnimmt. Dort entscheiden wir uns aus einer Freudenlaune heraus zusamen mit diesem Sport zu beginnen.

Am Vortag, nach dem Endlauf der nationalen Seitenwagen-Meisterschaft, haben wir uns für das Heos-Gespann entschieden.
Nun bringt uns das Team aus dem Norden bei ihrer Heimfahrt ihr Gespann zu den Wiesen beim Lindenhof in Aidlingen, wo wir vom verwandten Bauer (Vetter meines Vaters) die Erlaubnis zum Üben haben.
Noch am gleichen Tag stellt es sich heraus, dass es mit mir als Fahrer schneller geht.
Auf diesen Wiesen (ca. 300×200 m) trainieren wir über den Winter – sehr schnell fährt sich ein Art kurviger Kurs heraus – mit dem Feldweg als kleiner Sprunghügel
Als Werkstatt haben wir die ehemalige Reithalle von Andi`s Niederlassngs-Chef in Gärtringen, dessen Österreichische Firma Blum uns auch ein wenig mit Kleidung und Taschen sponsert.
Während wir in unserem erstandenen Hauszelt (wegen des enormen Staubs in der Halle) das Gespann warten, darf ich bei meinem Chef in Aidlingen den Anhänger umbauen.

Und dann geht`s los – zum ersten Mal auf eine richtige Cross-Strecke
mit Carnet de Passages übers Wochenende ins 190 km entfernte Schweyen (Frankreich).

In Andi`s Firmenwagen, mit meinem ehemaligen Ausbildungskollegen und Freund Rainer als Mechaniker sowie unseren bei Radsport-Holczer (TourDeFrance-Radteam) in Herrenberg gekauften Moutainbikes auf dem Dach – und hintendran der umgebaute, schwergewichtige, ungebremste Anhänger mit Gespann, Sprit, Ausrüstung, Werkzeug, Ersatzteilen, Hauszelt, Biertischgarnitur, Verpflegung… – und vor allem …
(im Hintergrund meine Acadiane Kastenente)
sogar einen kleinen Fernseher haben wir dabei – zur Videoanalyse
Leider ist die Strecke sehr verhauen mit tiefen Spuren von und Sprünge für Solo-Crosser – und wir natürlich bisher auch nur unsere Wiese mit einem leichten Sprung über einen Feldweg gewohnt.
aber die Kurven liegen uns schon richtig gut
während Frange das Gespann wegen dem verhauenen Acker wartet
widmet sich Anderl der leiblichen Wartung mit Dinkel(auf dem)Acker
Grill-Verpflegung und Stimmung gut 😉

Nach ausgelassenem Abend vorm und guter Nacht im Zelt – neuer Tag neues Crosser-Glück

so langsam wachs´mer zam
in den von Andi gewünschten (häufigeren) Pausen dichte ich mit Rainer die Anhänger-Boxen mit Silikon (ehemalige Alu-Schilder vom Herrenberger Straßenbauamt).
wir haben viel Gaude…
ein echtes Highlight ist das einsame Klohäuschen oben auf der Wiese (siehe linker Rand) mit Panorama-Blick über das ganze Tal


Nächste Wochenend-Trainingstour
und wieder in Frankreich – diesmal auf der 100 km entfernten Crossstrecke in Mothern…

und diesmal unter den Augen meiner Freundin Christine.
Die Sprünge und Kurvendrifts auf der schnellen Sandstrecke liegen uns und es kommt erstmals richtiges Rennfeeling bei uns auf
sieht auch auf den Bildern schon wie eine Einheit aus.




Jetzt trauen wir uns auch auf die Strecke unseres Vereins in Holzgerlingen
wo, nur 11 km entfernt, Mittwochs und Freitags Abends 2 Std. Training ist

hab in den letzten Tagen das Gespann optisch aufgewertet
und es geht richtig was – mittlerweile haben wir schon das Gefühl, dass die Leistung unseres Heos-Gespanns zu wünschen übrig lässt.
verdiente Outdoor-Dusche nach gelungenem Training

Mit Andi´s Familie (zu Besuch aus Vorarlberg) beim Samstagnachmittag-Training im 80 km entfernten Obernheim

Andi´s Vater (der früher schon immer mit dem Bruder Seitenwagen-Cross fahren wollte) ist, wie auch beim gestrigen Freitag-Training in Holzgerlingen, total überrascht und begeistert von unserer Geschwindigkeit und Fahrtechnik.
Meine Freundin Christine, die jetzt auch den Auto-Führerschein hat, ist mit ihrer Charleston-Ende angereist und genießt die Vorarlberger Gemütlichkeit
Andis Bruder ist interessiert an der dringenden Luftfilter-Reinigung bei dem Staub auf der sehr steinigen Strecke – der Luftfilterkasten ist mein Alu-Kunstwerk
nach dem Training geht es zum gemütlichen (Grill)Teil über – (nicht nur) der Staub macht Durst

Im Sommerurlaub fahren wir mit Freundin Christine zum Trainieren an den Balaton in Ungarn

Alles andere als Sommer-Feeling auf der 850 km langen Fahrt
und plötzlich kommt unser Mechaniker Rainer mit seinem Motorrad zu unserem Balatontourist Berény Naturista Kemping.
Training im 45 km entfernten Nagykanizsa motocross pálya
Strandtag am Campingplatz – Anderl gibt alles für die baldige Wiedervereinigung mit (einem weiblichen Teil) der DDR 😘
Training am 90 km entfernten Motocross pálya Cserénfa
leider sind große Teile der Cross-Strecke zu verhauen – oder zu schwierig für Gespanne oder (noch) für uns
unter der Tribüne ist ein Museum

Samstag-Training beim Partner-Club in Reutlingen
hier werde ich 25 Jahre später ein paar Monate meiner wilden Bauwagenzeit verbringen

Das besondere an dieser Strecke ist ein Steilhang wo es 30 Meter nach unten geht – fast senkrecht wohlgemerkt
besondere Zuschauer – „Tante“ Gretel mit ihrer Nichte Gabi die aus USA zu Besuch ist – meine erste „Liebe“ (mit 6)
„Nein, mein lieber Freund, nicht noch mal – war eine Ausnahme den Steilhang bis fast in die Ebene hinunterzuspringen – mir zittern selbst noch die Knie!“

Herbswochende mit unseren befreundeten Gespann-Crossern in Schweyen (F)

Axel ist wie Andi auch „Schmiermaxe“ (Beifahrer) und beide sind echte Lebe-Menschen für die Weib, Wein und Gesang nicht hinter dem Gespann anstehen müssen.
Wir wirbeln ganz ordentlich herum und (auf) auf unserer geliebten Sandstrecke
es läuft mittlerweile so gut…
…dass man sogar am Abend beim Weinfest im Ort von unseren Fahrten begeistert ist

Der Winter steht vor der Tür – leider

Wir kaufen nach der Renn-Saison 1989 das einzige 4-Takter Gespann in Deutschland. Die Gebrüder Galle wurden damit nationale Meister und hatten es nach Holzgerlingen gebracht, wo ich es mit dem Galle-Beifahrer begeistert teste, da Andi zu der Zeit verletzt war.
Vom WM-Sidecar-Team Brustmann/Kirchner kaufen wir den Moto-Cross Bus den Andi bei ihnen in Berchtesgaden holt
fiebere schon auf den Saisonbeginn

Wir beginnen unsere Saison in Mothern
mit Christine und Ulrike, Andi´s neuer Freundin und spätere Frau

während in heimischen Gefielden der Lehmboden noch hart gefroren ist herrschen hier „nur“ noch Pfützen
Die 4-Takter KTM geht richtig gut – wir sind nicht viel langsamer als die an diesem Wochenende auch hier trainierenden Weinmann Brüder, die späteren Vize-Weltmeister.
leider verletzt sich Andi…

…weil ich nicht warten kann
und Axel´s Fahrer auch verletzt ist…

…trainiere ich mit Axel – der diese schnelle Gangart nicht gewohnt ist, bei der jede Bewegung und Position natürlich exakt stimmen muss…
…und so kommt es wie es kommen muss: bei einem Sprung kippt das Gespann in der Luft seitlich weg und um einen Sturz zu vermeiden fange ich es bei der Landung mit dem Bein ab – wobei sofort das Kreuzband reißt…
Da mein Handwerker-Chef (zu dem ich 2,5 Jahre zuvor wegen seiner Herzlichkeit von Mercedes gewechselt bin) mir traurig mitteilt, dass er leider mit bestem Willen das Risiko meines Hobbies nicht weiter tragen könne, entscheide ich mich für ihn … das Ende vom SIDE CAR CROSS TEAM FRANGE STIEFEL u. ANDERL MÄHR der mit Axel die kommenden Rennen als Fahrer bestreitet.

1983 bei der 500-er Cross-Meisterschaft wollte ich nicht – und diesmal sollte es nicht weiter gehen.
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Motorradtour ums Mittelmeer

mit schmerzlichem, Thriller-würdigem Ende nach gut 5000 km

Am Ostersamstag, dem 18.4.1987 ist es endlich so weit!
Es geht mit 3 Monaten unbezahltem Urlaub los auf die lange geplante Mittelmeer-Umrundung (Österreich-Italien-Korsika-Sardinien-Sizilien-Griechenland-Türkei-Syrien-Jordanien-Ägypten-Lybien-Tunesien-Algerien-Marokko-Spanien-Portugal-Frankreich-Schweiz – mind. 20000 km).
Nachdem ich den ganzen Winter am Umbau meiner „Caribu“ und der Anfertigung des Gepäcksystems gearbeitet sowie Tank und Sitzbank auf meinen Namen eingetragen bekommen habe, sind nun auch die Motorenprobleme durch viel Willen und Einsatz in letzter Sekunde behoben.

Herzliche Verabschiedung von Mama, Freundin Christine und ihrer Freundin.

Auf der Autobahn Richtung München und dann Oster-Besuch bei meinem Freund Franz in Schongau .
„Motorrad sehr schwer, ab 120 km/h nicht mehr zu fahren“ ist mein erster Tagebuch-Eintrag!

20.4.1987
Bei Regenwetter geht es am Ostermontag weiter.
Zuerst über den Brenner und dann über kleinere manchmal noch weiße, norditalienische Pässe bei denen ich mir wie falsch unterwegs vorkomme


Nach 600 Tages-km finde ich in diesem Heuschober auf 800 Meter Höhe trockenen und weichen Unterschlupf

21.4.1987
„Auf den Etagen überhaupt kein Geländer!!!“ schreibe ich nach meiner Ersteigung des schiefen Turmes erstaunt auf Postkarten und ins Tagebuch

Am Mittelmeer endlich das natürlich warme Wetter

22.4.1987
Da die Korsika-Fähre in Piombino erst ab Juli geht, musste ich wieder 80 km zurück nach Livorno wo ich an der Hafen-Wechselstube mein Nachtlager errichten darf – unter Hafen-Bewachung! Der GoreTex-Schlafsack hat sich in der feuchtkalten Gewitter-Regen Nacht bewährt und beim Frühstück kommt mein Topcase-Deckel-Tisch zum ersten Einsatz. 

Jetzt warte ich bei strahlendem Sonnenschein auf die 9-Uhr-Fähre nach Bastia (Korsika) 

Ich habe mich für die Westküste durch Korsika entschieden und lasse so bei der Passüberquerung die Ostküste und Bastia mit seiner qualmend-stinkenden Müllkippe hinter mir. 

Grandioser Blick über die vor mir liegende Westküste Korsikas 

Im Straßencafe von St. Florent fällt mir ein Biker-Paar mit ihrer vollbepackten 200-er Vespa auf, zu dem ich mich geselle.
Es sind Meike und Manfred aus Kiel (wo ich meine Marine-Zeit verbrachte) die genau die gleiche Tour geplant haben!
Plötzlich bekomme ich nach einem Bienenstich extreme Kreislaufprobleme – von meiner Bienengift-Allergie sollte ich erst ein Jahr später auf meiner Motorradtour zum Nordkap (unverständlich) hören und erst danach eine Wundernvolle todnahe Erfahrung machen  

Nach viel Cola und längerer Schattenpause fahren wir gemeinsam weiter gen Süden – in nun sehr moderatem Tempo 

Biker- und Naturfreund-Herz was willst Du mehr als diese Insel im Meer!

Das liebe Paar auf ihrem Motorroller scheint unendlich viel Zeit zu haben, denn sie kommen an keinem Cafe ohne Rast vorbei

Wir halten Ausschau nach einem idyllischen Nachtlager. 

3 km vor L`lle Rousse finden wir diesen wunderschönen Platz zum wild campen – und meinem ersten (frischen) Mittelmeer-Bad. 

23.4.1987
Da mir die Nacht-Feuchte im Goretex-Schlafsack nichts ausmacht habe ich unter freiem Sternenhimmel geschlafen und werde deshalb von den ersten Sonnenstrahlen geweckt.

Die Zwei sind begeistert von meinem Topcase-Deckel-Tisch den sie natürlich anwenden dürfen nachdem sie endlich aus ihrem Mini-Zelt gekrochen sind 

Da die 2 Lieben(den) nach nur kurzer Fahrzeit und langem Straßencafe Aufenthalt schon am frühen Nachmittag wieder nach einem Nachtlager suchen, trennen wir uns herzlich – sie müssen bei ihrer Tages-km-Leistung wirklich unendlich viel Zeit für diese Tour haben! 

Wieder alleine geht’s weiter der idyllisch-kurvigen Westküste entlang Richtung Süden 

Wie verrückt/unvernünftig muss man sein, mit diesem Reise-Dampfer auf diesem kleinen, kurvigen Küstensträßchen ein Wettrennen mit einem leichten Enduristen zu veranstalten – er ist zwar außerordentlich erstaunt, dass ich damit so schnell fahren kann aber… 
…schon ein paar Kurven später wird mir klar, was für Schwein ich hatte nicht ein wenig früher diese wilden Schweine gehabt zu haben – irgendwie ist der Moto-Crosser mit mir durchgegangen – das erste und letzte Mal auf dieser Tour, verspreche ich mir! 
Ein Natur-Traum aus hohen Bergen und viel Me(e/h)r … 
… viel zu schön um einfach durchzupreschen! 
die Bizarre Felsenlandschaft „Calanche“ – südwestlich von Porto … 
…da ist sogar mein kleiner Fotoapparat aufgeflippt (als er mir auf die Straße fiel) … 
… und umrahmt die tolle Landschaft gebührend! 
südlich von Ajaccio (41°48’31.8″N 8°45’26.7″E) finde ich in einer kleinen Bucht mein Nacht-Lager – direkt am großen, noch frischen, Natur-Pool 
wunderbarer Nachteinbruch – direkt vom Schlafsack aus 
24.4.1987
Mund-Dusche nach erfrischendem Morgen-Bad 
bin sicher nicht das letzte Mal da, auf Korsika 
Bonifacio – an der Südspitze Korsikas angekommen – warten auf die kurze Fähre nach Sardinien 
Au revoir Corse 
Auf der 50-minütigen Fähre werden die Kreidefelsen von Bonifacio langsam aber sicher kleiner – Sardinien wartet 
In Sardinien angekommen gilt es eine schöne Route nach Villaputzu an der südlichen Ostküste Sardiniens zu finden – dem Wohnort von Antonio der nach vielen Jahren in meiner Heimatgemeinde Aidlingen mit seiner Frau (der Aidlingerin Barbara) zu seinem Geburtsort 60 km nördlich von Gagliari zurückgekehrt ist. 
Sardinischer Nationalstolz und die Sardinien-Rallye lassen grüßen und stoppen. 
In Olbia treffe ich zufällig 2 Stuttgarter Motorradler und wir suchen gemeinsam außerhalb vergeblich nach einer Übernachtungsmöglichkeit.
In Loiri frage ich 3 Jugendliche nach Wasser. Sie bieten uns auch noch einen Schlafplatz in diesem Rohbau und bringen Bier und Wein, die sie bei einem langen fröhlichen „Abend“ mit uns teilen.
Nach einer ruhigen Nacht kommen sie sogar noch einmal zur Verabschiedung bevor ich mich alleine weiter zur Ostküste aufmache. 
25.4.1987
Im Gegensatz zum lieblichen Korsika wirkt Sardinien eher wildromantisch auf mich. Immer wieder zieht es zu und in den Bergen hat es oft null Sicht – aber irgendwie entkomme ich immer gerade noch dem Regen 
Hab hier nur einen Salat gegessen und ein paar Postkarten geschrieben (von Internet sollte man noch einige Jahre nichts wissen) – und schwups, schon steht die halbe Stadtjugend da. 
In Villaputzu kommt mir der orange BMW 2002 entgegen, den ich noch aus Aidlingen kenne – Antonio!!!
Er, seine Frau Bärbel und die Tochter empfangen mich sehr herzlich vor ihrem Haus. 
26.4.1987
Nach einem langen gemütlichen Abend in der Bar und mit der ganzen Verwandtschaft in der Pizzeria und vor allem nach dem Genuss vieler eigener Orangen, geht es heute zum Orangen-Straßenfest nach Muravera für das Antonio und Barbara den Firmenwagen geschmückt haben. 
26.4.1987
Kultur pur! Danach geht es noch zum Lokal-Fußballderby-Spitzenspiel das Villaputzu zu unserer großen Freude gewinnt.
Später helfe ich noch beim Orangenpflücken – die guten ins Kröpfchen… oder so 
28.4.1987
Nachdem ich noch einen Tag mit Trucker-Antonio (hat in Aidlingen den Milch-Laster gefahren) in seinem 420-PS! Iveco-TurboStar unterwegs war (2 x Betonplatten von Cagliari zum Militärstützpunkt in Capo Frasca an der Westküste) geht es heute nach herzlicher Verabschiedung (mit sehr vielen Grüßen für fast ganz Aidlingen) auf 2 Rädern weiter zur Fähre in Cagliari. 
„Weiter immer weiter geht mein Weg, die Zeit ist fast zu knapp für einen Blick zurück“ – steht im Tagebuch. 
Bis der Fährhafen in Cagliari öffnet, schreibe ich im Straßencafe Postkarten 
Um 18.15 Uhr soll es losgehen – 15,5 Std zurück zum italienischen Stiefel nach Civitavecchia (Hafen 80 km vor Rom) 
Beruhigt schaue ich von Bord über Cagliari – wollte man(n) doch glatt meinen schweren Lastenesel über meine Einzelanfertigung-Sitzbank seefest machen – ich gab nicht nach (schließlich muss ich noch viele Stunden darauf aushalten/sitzen) und durfte zum Schluss selbst verzurren.
Und jetzt fragt mich auch noch ein gutgekleideter Herr mit „I like boys“ ob ich mit in seine Kabine komme – was ich freundlich aber unmissverständlich ablehne. 
Nachdem ich schon Barbaras Spaghetti und Orangen gegessen und mit meinem Kabinenkollegen (wir sind zu dritt in der 4-er Kabine) ein Bier genossen habe, laden mich diese 2 noch zu Oliven mit Wein an Deck ein. 
Bis 23 Uhr genießen wir noch die wohltuende kühle Seeluft während Sardinien allmählich in der Ferne und Dunkelheit verschwindet. 
29.4.1987
Nach 80 km durch das Verkehrschaos (bei dem ich nach MotoCross-Manier aktiv mitdrängle) bin ich am Pedersdom – wo ich wie versprochen die gesponserte Bauernwurst von der Aidlingen2 Metzgerei Hartmut Stürner genieße. 
Hier in der Hauptstadt lasse ich das Motorrad nicht unbeaufsichtigt – mein totales Vertrauen ins „Leben…“ (annehmen was kommt und loslassen was geht) werde ich erst gut 20 Jahre später bewusst leben können. 
Gestikulierend mache ich dem Polizisten klar, er möge doch ein Auge auf meinen Lastenesel werfen – und so kann ich beruhigt ein paar der vielen Ruinen des alten Roms bewundern. 
Als ich hier versuche aus meiner Straßenkarte den richtigen (R)Ausweg aus der Hauptstadt zu finden, hält ein Polizeiauto und nachdem sie mein „Sicilia“ begreifen zu scheinen, deuten sie mir ihnen dicht zu folgen… 
Nach zweimaligem warten an Ampeln werden plötzlich Sirene und Blaulicht eingeschalten und in Windeseile (viel viel schneller als es die Polizei erlaubt) bin ich am südlichen Ende der Stadt. Mille gracie! 
Und so geht es jetzt Italiens Westküste entlang Richtung Neapel 
Hier weiß ich zum Glück noch nicht, was für ein Verkehrs-Wahnsinn mich dort unten in Neapel erwartet.
Erst als ich mich dem Verkehr anpasse und auch bei jeglicher Ampelfarbe und kreuzundquerzickzack fahre glaube ich dieses Nervenspiel zu überstehen.
Das Bildermachen habe ich natürlich dabei vergessen – oder einfach keine Nerven (mehr) dafür gehabt! 
20 km hinter Salerno handle ich auf dem Campingplatz den Preis für diese Hütte am Strand auf die Hälfte herunter … 
… und kann so noch ein (Nerven) abkühlendes Meerbad ganz für mich alleine genießen… 
… der anschließend grandiose Sonnenuntergang tut alles um den Neapel-Wahnsinn belächeln und vergessen zu lassen. 
30.4.1987
Es geht weiter der Küste entlang Richtung Stiefel-Spitze, mit kleinen Bergpässen wie hier. 
In Sapri wird das Geldwechseln zur echten Herausforderung, da der Bank-Angestellte (Papiertaglöhner wird mein späterer Seniorchef bei Metallbau Stetzler diese Sorte nennen) mir und meiner Unterschrift erst nach vielmaligen Wiederholen traut – und dann stelle ich zum Entsetzen fest, dass mein Personalausweis noch beim Campingplatzbesitzer (120 km zurück) liegt.
Hier in der Pizzeria ruft der Chef dort an und bittet meinen Ausweis doch bitte ans Zentralpostamt in Brindisi zu senden, von wo ich (nach der Sizilien-Umrundung) nächste Woche irgendwann die Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) nehmen möchte. 
Vitaminreiche-Rast 
Am Ortsausgang von Palmi – 40 km bis zur Fähre nach Mesina (Sizilien) – finde ich diesen Rohbau in dem ich mich nach längerem Abchecken für die Nachtruhe einrichte.
Als ich mich bei Einbruch der Dunkelheit in meinem „Zimmer“ zum Schlafen lege – mit Gesicht zur Wand höre ich plötzlich ganz vorsichtige Bewegungen – als wenn sich jemand fast lautlos anschleicht . Ich traue mich nicht im Schlafsack auf der lauten Liegematte zu bewegen. Mein Herz schlägt wie verrückt – und das schleichende Geräusch scheint näher zu kommen! Als ich sogar ein Atmen vernehme drehe ich mich, dem Herzstillstand nahe, langsam um – und schaue in 2 leuchtend gelbliche Augen fast auf meiner Höhe!
Ein wilder Hund der mich eine ganze Weile anstarrt! „Wir sind beide Streuner die vorsichtig sein müssen und es ist genügend Platz für uns beide da“ – spreche ich ganz leise und ruhig zu ihm mein Herz immer noch in meinen Ohren spürend.
So vorsichtig wie er gekommen war zieht er weiter.
Nach einer (restlich) guten und ruhigen (Walpurgis)Nacht kommt am Morgen der Besitzer und checkt den Rohbau bevor er mir sogar beim ausrangieren hilft. 
1.5.1987
Auf der halbstündigen Fähre von Reggio di Calabria (Italiens Stiefelspitze) nach Messina (Sizilien) 
Der Vulkanberg Ätna begrüßt mich mit Rauch – der mich irgendwie magisch anzieht
Während ich den Ätna so nahe wie möglich zu umrunden versuchte fand ich einen (recht unwegsamen) Lava-Pfad über den ich mich hier hochgekämpft habe um hier oben mit Ätna-Panorama Mittagsrast machen zu können.
Wie meinem verwandten Metzger Hartmut Stürner versprochen, fotografiere und genieße ich am Ätna seinen wunderbaren Räucher-Schinken 
Bei der abenteuerlich steilen Abfahrt treffe ich diese erstaunte Gruppe junger Menschen die hier den 1. Mai-Feiertag mit Hähnchensalat und eigenem Wein geniest und mich wild gestikulierend einlädt und wir anschließend zusammen noch viel Freude beim Ballspiel haben. 
viel (Lava)Steine gab`s… – bei der weiteren Umrundung des Vulkans – mit übervollem Magen. 
In Rosolini frage ich an einer Tankstelle nach Wasser und bekomme von einem alten Mann sein Landhaus zur Übernachtung.
Wenn ich von diesem Bett keine Läuse mitnehme bin ich auf ewig davor sicher – aber ein Dach über einer weichen Matratze und bei Kerzenlicht und Bier noch Tagebuch schreiben – und dann mit eigenem Schlüssel abschließen und ohne Angstgefühle einschlafen können nachdem sein Sohn mit Frau und 2 Töchtern noch Kaffee und Eier gebracht haben – Frange was willst du mehr um sehr dankbar sein zu dürfen?! 
2.5.1987
Da der ältere Mann bereits um 6.30 (vor er zur Arbeit musste) zum Verabschieden kam, bin ich kurz nach 8 schon startklar zur Weiterfahrt. 
Es geht der Südwestküste Siziliens entlang 
Die wegen der Athen-ähnlichen Überreste total überlaufene Touristen-Stadt Agrigent hält mich nicht lange 
der bergige Nordwesten Siziliens – bei Trapani 
Blick über Castellammare del Golfo – an der Nordküste 
gut 40 km vor Palermo sehe ich an diesem Straßencafe eine alte Honda (CB 400 Twin) mit niederösterreichischem Kennzeichen – sie gehört dem urigen Erik, freischaffender Grafiker/Karikaturist für Wirtschaftsmagazine, der Frau und 2 Kinder zuhause gelassen hat um auf ganz einfache Art auszuspannen. 
Nach ein paar Bierchen, fester Nahrung und viel Spaß miteinander und am regen Treiben auf der Hauptstraße verlassen wir gemeinsam das Cafe um an den Strand zu fahren, wo Erik schon letzte Nacht verbracht hat. 
Richtig sauber ist er nicht – der Strand, aber der Sonnenuntergang färbt alles sehr einladend ein. 
3.5.1987
Guten Morgen mein wunderbar lebensoffener (und deshalb angstloser) Freund… 
…dessen erhaltene, kindliche Lebensfreude natürlich alles ausprobieren/-leben möchte – wie Wunder-bar!
Mir wird bewusst was mir durch meinen verbissenen Drang zur Perfektion an wahrem Leben entgeht – aber so schnell werde ich mich noch nicht bewusst ändern wollen/können! 
Gemeinsam erkunden wir Palermos Altstadt – wie viel ist mir durch meinen durchgeplanten Reiseplan bisher entgangen – ja, weniger ist bestimmt mehr – auch wenn ich es mir selbst noch nicht richtig eingestehen will oder kann! 
Fischers Fri … Fiat (500) 
und wieder „Weiter immer weiter geht mein Weg (Richtung Stiefelabsatz und Griechenland), die Zeit ist fast zu knapp für einen Blick zurück“ – LEIDER!!!
Mein neuer Freund, den ich in Palermo verlassen habe, scheint mir außer den 6 Jahren viele Leben Erfahrung an sorg- und angstlos Genießen voraus zu haben.
Ich werde ihn noch öfters bei Wien besuchen:
unter anderem schon 2 Jahre später auf der Fahrt zum Seitenwagen-Motocross-Training in Ungarn, sowie 2010 nach meinem wundernvollen Motorradunfall und 2015 zu Beginn der ungeplanten, wundernvollen Tramptour nach Kurdistan
Es geht durchs Landesinnere des bergigen Nordostens… 
…wie Korsika und Sardinien wäre es auch Sizilien Wert mit mehr Zeit/Muße bereist zu werden 
4.5.1987
60 km vor Messina richte ich mir an der Nordküste mein Nachtlager in einem Rohbau einer Zitronenplantage ein. Der Besitzer hilft mir beim Ölnachfüllen – 4000 km seit dem Start vor zweieinhalb Wochen! Die Kinder schenken mir viele große Zitronen?! Erst jetzt am nächsten Morgen als mich mein kleiner Freund (Sohn des Besitzers der einfach nicht wahrhaben will, dass ich seine herzlichen, zigfach wiederholten Worte nicht verstehen kann) vor der Schule liebevoll geweckt hat, zeigt man(n) mir, wie lecker diese Zitronen sind wenn man sie mit der dicken, süßen, weißen Innenschale genießt. Jetzt bin ich sehr froh, dass es so viele sind! 
Bei der Reparatur-Rast an der E9 (der Stiefelsohle entlang Richtung Brindisi) leistet mir dieser kleine Straßen-Welpe Gesellschaft 
Auf dem Postamt in Brindisi ist mein Personalausweis leider (noch) nicht angekommen so dass ich dort meine deutsche Adresse hinterlassen habe und jetzt auf die Nacht-Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) warte. 
Nachdem im Hafenbüro in Brindisi meine „Caribu“ im Reisepass auf der letzten Seite eingetragen wurde kam der Stempel für mich bei betreten des Schiffes irgendwo in die Mitte, was ein paar Tage später leider (bei meiner Not-Ausreise) noch große Bedeutung haben sollte – näheres später.
Ich habe eine 2-Bett-Kabine für mich alleine und lerne 2 deutsche Motorradfahrer auf dem Weg nach Israel kennen die mich bis um 2 Uhr morgens in der Disco versuchen zu überreden einfach in Igoumenitsa nicht von Bord zu gehen und deshalb mit ihnen nach Israel zu kommen – wie viel wir getrunken hatten sieht man daran, dass mir dieser Schwachsinn überhaupt zu überlegen gab.
Und hätte mich der Stewart nicht irgendwie von meinem „Koma“ erweckt wer weiß wie und wohin es dann weitergegangen wäre. Um 9 Uhr fahre ich wie ein Zweirad-Anfänger mit meinem schweren Lastenesel in Igoumenitsa von der Fähre. Eine der vielen Bierbüchsen war wohl schlecht 😉 
5.5.1987
Nach 50 km der griechischen Westküste entlang habe ich, nachdem ich mit meinem Dampf(er) sogar in den Straßengraben abgekommen bin, eingesehen hier im Straßencafe des kleinen Fischerortes Parga unbedingt eine Ausnüchterungspause einzulegen.
Hier lerne ich auch ein Motorrad-Paar aus Würzburg kennen die schon ein paar Tage hier sind und mich zu ihrem Campingplatz mitnehmen. 
Nachdem ich auf dem Campingplatz zum ersten Mal auf der Tour mein Zelt aufgebaut habe, fahren wir zum nahegelegenen Strand wo nach ein paar Stunden schlechtes Wetter aufzieht.
Ralf, der mit Kerstin aus Wuppertal auf dem Motorrad unterwegs ist hilft mir beim Austauschen der gebrochenen Hinterrad-Speichen bevor es zu regnen anfängt.
Nach Abendessen mit beiden Paaren erleben wir eine sehr regenreiche Nacht bei der das „Würzburger“-Zelt gänzlich unter Wasser steht und auch mein Zelt nicht richtig dicht gehalten hat.
An die geplante Weiterfahrt mit Ralf und Kerstin ist am nächsten Tag nicht zu denken. 
7.5.1987
Auch wenn es weiterhin immer wieder regnet machen wir uns heute auf Richtung Patras 
Bei der Mahlzeit-Rast trocknen wir unsere total nassen, schweren Zelte 
Es geht der schönen Westküste entlang aber immer wieder kommen wir in Regenschauer 
was dann geschieht kann ich beinahe selbst nicht mehr glauben –
hier über das plötzliche (schmerzhafte, Thriller-würdige) Ende meiner lang geplanten und ersehnten Wunsch/Traum-Motorradtour
Ein paar Wochen später bringt der ADAC die Caribu nach Aidlingen
Außer des gebrochenen Gabeltauchrohrs und verbogenen Standrohrs besteht am Motorrad kein Schwund – und aus den Boxen, die ich im Unfallstress vergaß abzuschließen, ist alles noch da, außer einem Porno-Heftchen, dass ich mir in Italien gekauft hatte – war ja schließlich viel alleine!
Die Polizei, vor deren Wache die Caribu laut Ralf und Kerstin auf der Straße stand, hat also die kaputte Seitenbox durchsucht und sich wichtige Beweise gesichert 😉
Es soll ihnen gegönnt sein – immerhin haben, durch ihre Nähe, nur sie geklaut.
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500-er MotoCross-Meisterschaft

Alles beginnt damit, dass ich plötzlich „Rennmechaniker“ bin

1981 bietet mir mir mein Moped-Händler (den ich zuvor gefragt hatte ob ich mal mit ihrem Cross-Team zu einem Rennen folgen dürfe) plötzlich an, als Rennmechaniker den erfolgreichen Moto-Cross Fahrer Rainer Wünsche zu begleiten – ein nicht mal gewagter Traum wird wahr.

Rainer gewinnt und steht mehrfach auf dem Treppchen, während ich in der Saison 81 Rennmechaniker bei ihm bin – allerdings koste ich ihn in Murnau in Führung liegend auch den Sieg, da die Fußraste an der Yamaha abfällt…

Eines Tages bei einem Rennen meint Rainer, ich solle doch mal zum nächsten Training meine Cross-Klamotten (die ich wegen meines 50-er Geländemopeds habe) mitbringen.
Eigentlich wollte er wegen mir an diesem Tag mit der 250-er zum Training auf dem Panzergelände kommen, aber da er es vergisst kommt er mit der 500-er und meint cool, ich solle halt etwas weniger Gas geben um die 52 (statt meinen gewohnten 2,5 PS) im Griff zu haben.

Vielleicht galt aber auch bei Yamaha`s friend: „Sind sie zu stark, bist du zu schwach“

Nach 2 Runden muss ich aufhören, weil die Gashand beim großen Sprung verkrampft.
Rainer und andere Fahrer wollen nicht glauben, dass ich das erste Mal auf einer Crossmaschine fuhr – mir selbst ist nicht bewusst, dass ich so gut und schnell unterwegs war…
Also kaufe ich nach Saisonende von Rainer die 500-er und beantrage für 1982 die Lizenz – in der festen Meinung, dass ich Rainer natürlich weiterhin Sonntags als Rennmechaniker unterstützen könne, da ich sowieso nicht über die samstäglichen Rennen hinauskäme, wo sich in 4 Vorläufen 80 von 160 Fahrern für die 2 sonntäglichen Halbfinals qualifizieren und in diesen dann die jeweils bessere Hälfte für das Finalrennen.

Wird jetzt ein (nicht mal im Entferntesten gewagter) Traum wahr – mit der mir zugefallenen Yamaha YZ465, mit der (als Werksmaschine) „Der fliegende Finne“ Heikki Mikkola 3 Jahre zuvor Weltmeister geworden war und dessen Poster (bei meinem Mopedhändler) in mir immer so eine tiefe Sehnsucht ausgelöst hatte?
Über Winter schiebe ich meine Crossmaschine etliche Male die 1,5 km vom Haus meiner Eltern auf dem Traktorweg neben der Straße, den steilen Berg („Kehle“) hinauf um dann neben der Landstraße nach Dagersheim auf den Feldwegen um und zwischen den Äckern und Baumwiesen zu trainieren – in der Hoffnung, dass es niemanden stört.
Schon bald treten Schaltprobleme auf und so bezahlt Rainer die Reparatur der Schaltgabel im Getriebe – es sollte mein einziger technischer Defekt mit der Yamaha YZ 465 bleiben 🙂
Ein paar Starts übe ich auf dem Schotter- und Wiesenparkplatz neben dem Sportplatz wo mein Freund Ralf das Wheelie-Bild macht.
Am Ende des Winters nimmt mich Rainer mit zu einem Trainingswochenende auf die schwäbische Alb.
Da ich erst Ende Mai 18 Jahre werde, kann ich natürlich erst danach mit Auto und Anhänger zum Training auf der Clubstrecke in Holzgerlingen gelangen.

1982/83 – Rennen um den OMK-Pokal

Mein/e erstes/n Rennen – 1./2. Mai 1982 – Schefflenz

Am Samstagmorgen, fährt mich Papa (obwohl er eigentlich gegen das Motocross ist) zu meinem ersten Vorlauf-Rennen in Schefflenz – Freund Wolfgang folgt zum Fotografieren
Die Cross-Strecke des MSC Schefflenz
Rennmechaniker an eigener Maschine und fürs eigene Rennen
Anstehen zur technischen Abnahme
Nach der Gewichtskontrolle ist alles abgenommen
danach ist freies Training – meine ersten Runden auf einer rennfertigen Crossstrecke
von 14.00 bis 14.45 ist Pflichttraining
Mein erster Start – meine Reaktion scheint gut…
…und die Yamaha immer noch genug Dampf für die neueren Modelle zu haben
vor der ersten Kurve wundere ich mich warum/dass alle schon so früh bremsen – und nach der ersten Kurve bin ich vorbei an fast allen anderen – einschließlich Rainer (im orangenes Hemd neben mir).
Papa flippt in der Helferbox aus als der Streckensprecher den Neuling Frank Stiefel auf der vierten Position ankündigt.
trotz eines Fahrfehlers zu Rennende (wegen nachlassender Kondition) reicht es leicht zur Qualifikation für das Halbfinale am morgigen Sonntag.

So wird es schon nach meinem ersten Rennen nichts mit dem Vorhaben, weiterhin sonntags Rainers Rennmechaniker zu sein.
Auch am Sonntag starte ich wieder super und wenn ich nicht kurz vor Rennende (wieder konditionsbedingt) leicht gestürzt wäre, hätte ich sogar noch den Finallauf erreicht – als Neuling mit altem Motorrad!

21./22. August 1982 – Ingersheim

Das Programmheft der Rennen – mit der 500-er Fahrerliste – habe diesmal die Startnummer 91
Beim Vorlauf in Ingersheim qualifiziere ich mich leicht für den Halbfinallauf – leider reißt meinem Mechaniker (Bruder Harald) kurz vor dem Start eine der 4 Schrauben der Lenkerhalterung, so dass ich schlussendlich verzweifelt nicht zum Rennen antrete – zu riskant bei diesen 30-Meter-Sprüngen hier
einer der Highspeed-Sprünge in Ingersheim

September 1982, Neunheim

Bei meinen letzten Rennen der Saison sind die besten 10 Fahrer wegen dem zeitgleichem Meisterschafts-Endlauf nicht dabei.

Vor der Abfahrt kommt Papa und gesteht mir, dass er wie immer so gerne mitgegangen wäre, wenn es geschäftlich nur irgendwie möglich gewesen wäre.
Aber Bruder Harald und Ausbildungsfreund Rainer begleiten mich.

Nach gewohnt gutem Start führe ich den Vorlauf bis kurz vor Schluss an – bin aber so nervös, dass ich mich mehr nach hinten als nach vorne konzentriere und deshalb zu Boden gehe aber trotzdem das Halbfinale erreiche.
Zum ersten Mal qualifiziere ich mich in diesem dann für das Finale.
Während des Finallaufs komme ich nach der Landung dieses Aufwärtssprunges (links) nur knapp aus einer tiefen Spur in der vor mir ein anderer Fahrer plötzlich stehengeblieben ist – ein furchtbar stechender Schmerz im Mittelfuß – ich muss die Fußraste des Anderen tuchiert haben!
Mit äußerstem Willen kann ich noch den Start-Ziel-Bereich erreichen, wo ich an der Helferbox vom Motorrad falle.
Am Crossstiefel sieht man nur einen Riss im Mittelfußbereich aber als er und der blutgeträngte Kniestrumpf endlich (unter irren Schmerzen) vom Fuß sind, sieht man die große, weit klaffende Wunde und eine wild sprirzende Schlagader.
Einem herbeigerufenen Sanitäter gelingt es dann endlich, diese zu fassen und sie zuzudrücken. Mit dem SanKa komme ich ins Aalener Krankenhaus, wo die Schlagader zusammengenäht und die gebrochenen Mittelfußknochen gerichtet werden.
Gut, dass Papa nicht dabei sein kann.

Da ich in Aidlingen der einzige Motocrosser bin verbringe ich über Winter die meiste Zeit mit meinen Freunden – im Jugendtreff und in Kneipen, statt mich körperlich für die kommende Saison vorzubereiten

9./10. April 1983 – Gaildorf

Die Rennen in Gaildorf werden für uns nationale Fahrer wegen der vorhergegangenen starken Regenfälle kurz vor dem Start abgesagt – angeblich ein Novum beim Motocross und zu meiner Erleichterung.
Dass die Absage für uns nationale Fahrer und mit den schweren 500-ern nicht ganz falsch war, zeigen die Bilder der internationalen 250er- und Seitenwagen-Rennen.

4./5. Juni 1983 – Odenheim
es sollte das letzte Mal auf einer MotoCross-Strecke sein – auf 2 Rädern

hier erreiche ich bequem das Halbfinale in dem ich dann zu Ende des Rennens (natürlich) wegen Konditionsmangel wieder stürze und so wieder den Einzug ins Finale verpasse.

Danach schüttet mir mein Papa sein Herz aus: „Du weißt, dass ich eigentlich dagegen war, dass du Motocross anfängst aber nun wenn möglich immer gerne dabei bin und denke, dass du echt Talent hast es weit zu bringen – wenn du auch konditionell was tust, anstatt lieber mit deinen Freunden vom Jugendtreff rumzuziehen.
Ich denke du solltest dich entscheiden, denn es ist enttäuschend wenn du immer wieder kurz vor Rennende Fahrfehler machst weil dir die Kondition ausgeht und dir dadurch echte Chancen verbaust. Sei richtig dabei oder hör auf und kauf dir ein Straßenmotorrad, dann kannst du damit zu den Unternehmungen mit deinen Freunden fahren.“

Also gebe ich das Motocross auf
und kaufe mir die Yamaha RD 350 LC als Straßenflitzer

5 Jahre später
nach turbulenter Mittelmeerumrundungs-
und Nordkap-Motorradtour mit meiner „Caribu“,
eröffnet sich dann gänzlich unerwartet
Seitenwagen-Motocross — für mich ein großer Jugendtraum.

Die Motocross-Erfahrung kommt mir auch ab 1996 zugute – als Guide der Motorradtouren und Fahrtrainings in meiner Individual-Reisefirma
in der mir 1991 zugefallenen Wahlheimat
am Polarkreis in Schwedisch-Lappland.

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über mich/uns

MotoCross-Frange

1982/83 – 500-er Meisterschaft
1989/90 Seitenwagen