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Erfahrungen

und dann plötzlich…

…tauchen sie am Resthouse auf
und nehmen uns mit

Zurück im Resthouse genießen wir so gut wie möglich das Fluss-Leben vor der Fischerhütte von Dennis` Vater, da es ja nur 20 m von unserem Resthouse entfernt ist und Xiao weiterhin Schmerzen hat (physisch und psychisch).
Ins Wasser kann sie mit ihren infizierenden Wunden natürlich nicht mehr und Medizin sowie Verpflegung hole ich alleine in der Einkaufsstraße.

Am 15. November machen wir uns wieder auf die Fahrt zur Botschaft – diesmal nehmen wir den etwas langsameren Zug der aber dafür bei weitem nicht so voll ist und Xiao wenigstens nicht mehr barfuß gehen muss, da ich für sie Badeschlappen gefunden habe, die ihr nicht so sehr weh tun.
Muse drinnen und draußen ziehen deprimierender Müll und Friedhof inmitten einer wunderbaren Natur an uns vorüber – fast eine Spiegelung unserer Situation.
In Colombo angekommen versuchen wir in dem Kaufzentrum unweit des Bahnhofs meine 2 zerstörten externen Harddisks reparieren zu lassen – mit einer geht es – leider nicht mit der, auf der alle Reisebilder sind.
Mit dem TukTuk-Taxi fahren wir zur chinesischen Botschaft wo der Antrag für Xiao`s Reservepass endlich fertiggestellt wird. Er soll in spätestens 10 Tagen abholbereit sein. Dann könnte es also gerade noch reichen mit der Visumverlängerung vor dem Richtertermin am 28.! Falls dem so ist, war es doch keine Verzögerungstaktik!
Auf dem Rückweg zum Bahnhof schauen wir noch an einem kleinen Computer-Reparaturshop vorbei und ich lasse die nicht gerettete Harddisk bei dem herzlichen Mann – er sieht zwar wenig Chancen für eine Datenrettung aber möchte es mir zuliebe versuchen.
Dann geht es mit dem Zug heimwärts.
An unserem idyllischen Resthouse angekommen relaxen wir wieder am Flussufer bei der Hütte von Dennis` Vater. Dennis sagt uns jetzt deutlich, dass er unsere Geschichte mit dem Bergabsturz nicht glaubt und wir erzählen ihm kurz was wirklich vorgefallen ist.
Da sich die Wunden vom Kidnapping an Xiao`s Füßen, trotz der Medizin und herzlicher Hilfe vom jungen Resthouse-Betreiberpaar, weiter infizieren kann sie nicht ins Wasser und ist natürlich froh über jede Abwechslung am und auf dem Wasser – auch wenn es nur ein vorbeischwimmender Waran ist. Unsere geliebte Kottu-Nudeln hole ich deshalb weiterhin vom netten Imbiss-Mann in der Einkaufstraße, der sich natürlich auch wundert, warum ich nur noch alleine komme.

Tags darauf, als ich gerade von der Einkaufsstraße zurück bei Xiao am Flussufer bin, stehen plötzlich 3 Herren der Einwanderbehörde bei uns vor der Fischerhütte – angeblich zur routinemäßigen Visumkontrolle!?!
Unsere wiederholte Erklärung, dass wir uns per Richterbeschluss bis 28. November ohne Visum frei bewegen dürfen, interessiert sie überhaupt nicht – sie meinen das könnten wir auf ihrem Büro klären!
Also war`s doch nur Verzögerungstaktik – auf der Botschaft und wahrscheinlich auch auf der Polizei – diese Lügner!!!
Wir müssen alles zusammenpacken und nachdem wir das Resthouse bezahlt haben und unser großes Gepäck einschließlich Bike-Karton im Van verstaut ist, geht’s, mit einem letzten wehmütigen Blick zu unserem Strandplatz beim Coastguard-Turm, durch die Rushhour in Colombo.

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